International: Chinesische Klubs müssen für Großtransfers doppelt zahlen

Der chinesische Fußballverband hat Vorschläge zu neuen Transferregularien veröffentlicht. Demnach müssen Chinas Klubs künftig kräftig in die Nachwuchsförderung investieren, wenn sie teure Spieler verpflichten - vor allem, wenn diese aus dem Ausland kommen. Die Klubs können die Vorschläge zwar noch anfechten, der Verband hat allerdings so große Macht, dass dies kaum Aussicht auf Erfolg haben dürfte.

Der chinesische Fußballverband hat Vorschläge zu neuen Transferregularien veröffentlicht. Demnach müssen Chinas Klubs künftig kräftig in die Nachwuchsförderung investieren, wenn sie teure Spieler verpflichten - vor allem, wenn diese aus dem Ausland kommen. Die Klubs können die Vorschläge zwar noch anfechten, der Verband hat allerdings so große Macht, dass dies kaum Aussicht auf Erfolg haben dürfte.

Gibt ein Verein im Sommertransferfenster 2017 weniger als 5,9 Millionen Euro für ausländische Spieler oder rund 2,6 Millionen Euro für heimische Akteure aus, muss er den gleichen Betrag auf ein Konto überweisen, das für die Entwicklung einer jeweils eigenen Nachwuchsakadamie eröffnet wird.

Ein entsprechender Plan muss beim Verband hinterlegt werden, um sicherzustellen, dass die Summen auch ausschließlich für die dafür vorgesehenen Zwecke verwendet werden.

Klubs, die mehr als 5,9 Millionen Euro für ausländische oder rund 2,6 Millionen Euro für heimische Neuzugänge locker machen, sind indes verpflichtet, den gleichen Betrag an den Fond für Fußballentwicklung in China zu zahlen, der zur Ausbildung junger chinesischer Talente, der Verbesserung der Infrastruktur und der nationalen Strategie der Förderung des Fußballs dienen soll.

Im konkreten Fall hieße das etwa für Tianjin Quanjian, das offenbar kurz vor der Verpflichtung von Köln-Stürmer Anthony Modeste für 35 Millionen Euro steht, dass man weitere 35 Millionen dem Fond für Fußballentwicklung überweisen muss.

Regelmäßige Transfers von Stars aus dem Ausland für üppige Summen sollen somit eingedämmt werden.

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