International: Schwere Krawalle überschatten das Kopenhagen-Derby

Anhänger des FC Kopenhagen haben während des Stadtderbys zwischen Bröndby IF und dem FCK für einen Eklat gesorgt. Nachdem Bröndby kurz vor Schluss mit 1:0 in Führung gegangen war, eskalierte die Situation im Kopenhagener Block.

Anhänger des FC Kopenhagen haben während des Stadtderbys zwischen Bröndby IF und dem FCK für einen Eklat gesorgt. Nachdem Bröndby kurz vor Schluss mit 1:0 in Führung gegangen war, eskalierte die Situation im Kopenhagener Block.

"Was dort passiert ist, ist eine Schande für den Verein", kommentierte Kopenhagens Präsident Anders Hörsholt die Geschehnisse in der Nachspielzeit des Derbys und verurteilte die Krawalle als "unakzeptabel und peinlich". Fans des amtierenden dänischen Meisters hatten zunächst Gegenstände auf die Ordner vor dem Gästeblock geworfen und einen davon am Kopf getroffen. Als sich die Stimmung im Block nicht beruhigte, griff die Polizei ein. Die gewaltbereiten Kopenhagen-Anhänger attackierten die einrückenden Polizisten anschließend mit Eisenstangen und Pyro-Geschossen.

Insgesamt 17 Minuten dauerte es, bis die Polizei die Kontrolle über den Fanblock zurückgewinnen und das Spiel fortgesetzt werden konnte. Neben den 29 aufgenommen Anzeigen wurden 6 Personen noch im Stadion verhaftet. Eine abschließende Bilanz wollte Polizei-Inspektor Brian Toftemann nach den Ausschreitungen aber noch nicht ziehen: "Wir werden jetzt das Videomaterial sichern. Es wird zweifellos zu weiteren Anklagen und möglicherweise auch zu Verhaftungen kommen."

Sportlich gesehen bleibt Bröndby IF mit dem ehemaligen Bundesliga-Trainer Alexander Zorniger durch den 1:0-Sieg Tabellenführer FC Nordsjaelland dicht auf den Fersen. Der FC Kopenhagen hingegen liegt nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge lediglich auf Rang acht.

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