International: Neues Todesopfer durch Fan-Gewalt in Brasilien

Nur vier Tage nach den tödlichen Schüssen auf einen Fan in Rio de Janeiro beklagt Brasiliens Fußball erneut einen fatalen Gewaltakt bei einem hochbrisanten Stadtderby. In der Nacht zu Donnerstag verstarb in Sao Paulo ein Anhänger von Meister Palmeiras nach einer Messerattacke im Anschluss an das Duell mit dem gegen Erzrivalen Corinthians (0:2).

Nur vier Tage nach den tödlichen Schüssen auf einen Fan in Rio de Janeiro beklagt Brasiliens Fußball erneut einen fatalen Gewaltakt bei einem hochbrisanten Stadtderby. In der Nacht zu Donnerstag verstarb in Sao Paulo ein Anhänger von Meister Palmeiras nach einer Messerattacke im Anschluss an das Duell mit dem gegen Erzrivalen Corinthians (0:2).

Die Tat ereignete sich rund zwei Kilometer vom Palmeiras-Stadion entfernt, zu dem am Mittwochabend auf richterlichen Beschluss nur Fans der Gastgeber Zugang hatten. Die Polizei verhaftete am Tatort zwei verdächtige Corinthians-Fans, die ein Fleischermesser und ein Eisenrohr mit sich führten.

Leandro Zanho, der sich offenbar auf einen Streit mit gewalttätigen Gäste-Anhängern eingelassen hatte, erlag den Folgen zweier Messerstiche im Bauchbereich. Auch eine Notoperation konnte den Palmeiras-Fan nicht mehr retten.

Am vergagenen Samstag war bei Straßenkämpfen zwischen verfeindeten Fanklubs von Erstligist Vasco da Gama nach Abpfiff des Rio-Derbys gegen Flamengo ein Anhänger tödlich von Schüssen in der Brust getroffen worden. Es besteht jedoch der Verdacht, dass die Kugel aus einer Dienstwaffe eines Polizisten stammt. Schon im Februar hatten Flamengo-Hooligans einen Anhänger des Stadtrivalen Botafogo mit einem Grillspieß erstochen.

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