International: Liverpools Lovren sagt im Prozess gegen Kroatiens "Fußball-Paten" aus

Innenverteidiger Dejan Lovren vom englischen Traditionsklub FC Liverpool hat am Freitag im Gerichtsverfahren gegen Kroatiens "Fußball-Paten" Zdravko Mamic ausgesagt. Der 28 Jahre alte kroatische Nationalspieler erschien als Zeuge, um über seinen Transfer 2010 von Dinamo Zagreb zu Olympique Lyon zu berichten.

Innenverteidiger Dejan Lovren vom englischen Traditionsklub FC Liverpool hat am Freitag im Gerichtsverfahren gegen Kroatiens "Fußball-Paten" Zdravko Mamic ausgesagt. Der 28 Jahre alte kroatische Nationalspieler erschien als Zeuge, um über seinen Transfer 2010 von Dinamo Zagreb zu Olympique Lyon zu berichten.

Bei dem Wechsel sollte Zagreb eine Ablösesumme von rund neun Millionen Euro erhalten, laut Staatsanwaltschaft habe der Verein aber die Hälfte der Summe Lovren gezahlt, der diese dann an Zdravko Mamic und dessen Bruder Zoran, den ehemaligen Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen und des VfL Bochum, weitergeleitet haben soll.

Lovren sagte laut dem kroatischen Fernsehsender N1 dem Gericht, dass er das Geld als Darlehen an Zoran Mamic gezahlt habe und einen Großteil davon seitdem zurückerhalten habe. Während seiner Aussage wütete Zdravko Mamic im Gerichtssaal und beschwerte sich über eine "Manipulation des Zeugen", woraufhin er von zukünftigen Beweiserhebungen ausgeschlossen wurde.

Luka Modric leistete ebenfalls Aussage

Bereits Anfang Juli hatte Real Madrids Star Luka Modric in dem Prozess ausgesagt. Der 31-Jährige geriet daraufhin in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Modric wird verdächtigt, bewusst Falschaussagen getätigt zu haben. Mit einer belastenden Aussage von Modric hätte der kroatische Staat den Fußball-Boss womöglich verurteilen können. Nun soll in einer Untersuchung geklärt werden, warum der Nationalheld seine Aussagen bei seiner zweiten Vorladung weder wiederholen noch belegen wollte.

Mamic wird vorgeworfen, den Verein Dinamo Zagreb gemeinsam mit seinem Bruder Zoran um mehr als 15 Millionen Euro betrogen zu haben. Auch beim kroatischen Staat sollen die Brüder rund 1,5 Millionen Euro Schulden haben. Mamic, dem vor knapp zwei Wochen bei einem Attentat ins Bein geschossen wurde, soll das Geld durch fiktive Geschäfte im Zusammenhang mit Spielertransfers veruntreut haben. Er soll noch immer die Geschicke des einstigen kroatischen Serienmeisters lenken.

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