International: CR7? "Van Nistelrooy war genervt von ihm"

Eddie Johnson, ehemaliger Jugendspieler von Manchester United, hat von den Anfängen von Cristiano Ronaldo bei den Red Devils in einem Podcast berichtet und dabei herausgestellt, wie schwer es der Portugiese trotz seines großen Talents am Anfang bei den Engländern gehabt habe.

Eddie Johnson, ehemaliger Jugendspieler von Manchester United, hat von den Anfängen von Cristiano Ronaldo bei den Red Devils in einem Podcast berichtet und dabei herausgestellt, wie schwer es der Portugiese trotz seines großen Talents am Anfang bei den Engländern gehabt habe.

"'Was ist das für einer?' habe ich gedacht, als ich ihn das erste Mal gesehen habe", erinnerte sich Johnson bei Planet Football. "Seine Klamotten waren furchtbar: Er hatte einen Rollkragen-Pullover an und ganze enge, verwaschene Jeans", fügte er hinzu.

Sportlich hinterließ CR7 allerdings einen durchweg positiven Eindruck. "Beim Fünf-gegen-Zwei hat hat er die größten Tricks rausgeholt und einen der anderen Jungs sofort getunnelt", erinnerte sich Johnson. "Ronaldo hat ihn damit so sehr geschockt, dass der andere ins Straucheln gekommen und hingefallen ist", ergänzte er.

Sir Alex Ferguson "war eine Vaterfigur" für Ronaldo

Ruud van Nistelrooy sei allerdings "richtig genervt" von Ronaldo gewesen. "Er ist immer in den Strafraum gelaufen, aber Ronaldo wollte den gegnerischen Außenverteidiger immer drei- oder viermal ausdribbeln", sagte Johnson. "Ruud war es gewohnt, dass Leute wie David Beckham oder Ryan Giggs die Flanken reinbringen, die er dann immer und immer wieder verwerten konnte. Die Leute haben in der Folge Ronaldos Spielverständnis in Frage gestellt."

Für Ronaldo sei Trainer Sir Alex Ferguson damals ein wichtiger Bezugspunkt geworden, verriet Johnson außerdem. "Er war eine Vaterfigur für ihn. Ronaldos richtiger Vater hatte Probleme und starb dann ja auch. Der Trainer hat dessen Rolle irgendwie ausgefüllt."

Das schwierige Familienthema brachten Johnson zufolge Ronaldos Mitspieler regelmäßíg auf den Tisch - allerdings, um den Youngster zu ärgern. "Die Jungs haben es ihm manchmal schwer gemacht. Sie haben gesagt 'Guck mal, dein Vater ist da' oder "Heul dich doch bei deinem Vater aus', wenn irgendetwas nicht nach Plan lief. Das war eigentlich lustig gemeint", blickte Johnson zurück.

Ronaldo war 2003 von Sporting aus Lissabon nach Manchester gewechselt. Zu dieser Zeit trainierte auch Johnson unter Ferguson bei der ersten Mannschaft regelmäßig mit.

Ronaldo entwickelte sich in seinen sechs Jahren bei United zum Weltstar, wurde 2008 zum Weltfußballer des Jahres gewählt und gewann in der Saison 2007/08 auch die Champions League mit den Red Devils.

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