Grauen in Syrien: 60 Menschen von IS-Dschihadisten ermordet

Nur drei Wochen hatten Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates die Kontrolle über al-Kariatain, eine Wüstenstadt in Zentralsyrien. Doch jetzt, nach der Rückeroberung durch syrische Truppen, wird das Ausmaß des Grauens dieser 20 Tage deutlich: In dem Zeitraum wurden dort mehr als 60 Menschen ermordet, berichtet der Gouverneur der Provinz Homs, Talal Barazi, Menschenrechtler sprechen von weitaus höheren Opferzahlen. 100 weitere Personen gelten noch als vermisst.

Der Ort gilt als strategisch wichtig. Rund 200 radikalislamische Kämpfer hatten die Regierungstruppen aus der Stadt vertrieben. Der IS verliert immer mehr an Boden in Syrien, jedoch erleben die Regierungstruppen auch Rückschläge wie in al-Kariatain.

In dem Ort beginnt jetzt der Wiederaufbau. 4.000 Menschen benötigen nach Regierungsangaben dringend Unterstützung. Der Gouverneur sagte zu, dass grundlegende Versorgungseinrichtungen schon in den kommenden Tagen wieder funktionieren sollen.