Interessiert an Dropbox Aktien? Hier ein paar Infos vorab

Motley Fool Investmentanalyst

Die Aktienwert von Dropbox (WKN:A2JW48), das am Freitag am Nasdaq debütierte, stieg nach dem Börsengang an. Zum Zeitpunkt dieses Artikels (23.3.) ist die Aktie um mehr als 40 % gestiegen. Mit einem Handelsvolumen von ca. 30 Dollar pro Aktie bewerten die Investoren Dropbox mit ca. 12 Milliarden Dollar, weit über dem Konkurrenten Box (WKN:A110YG), der derzeit eine Marktkapitalisierung von ca. 3 Milliarden Dollar aufweist.

Während Investoren die Auswirkungen des Börsengangs von Dropbox und des steigenden Aktienkurses beobachten, findet man hier einen Überblick über einige der wichtigsten Daten des Unternehmens sowie einen Blick darauf, wie Dropbox im Vergleich zu Box abschneidet.

Über Dropbox

Wie Box ist auch Dropbox auf die Bereitstellung von Online-Datenspeicherung und -freigabe spezialisiert. Allerdings wurde laut Management das Produkt erfolgreich, weil es von Mundpropaganda lebte und vermarktet wurde.

Laut Management sind die Premium-Nutzer die „besten Verkäufer“:

Sie haben Dropbox mit ihren Freunden geteilt und in die Büros gebracht. Jedes Jahr melden sich Millionen von Einzelanwendern bei der Arbeit für Dropbox an. Die Bottom-up-Akzeptanz innerhalb von Unternehmen war entscheidend für unseren Erfolg, da die Anwender zunehmend ihre eigenen Tools bei der Arbeit wählen können. Wir generieren über 90 % unseres Umsatzes mit Benutzern, die ein Abonnement über unsere App oder Website erwerben.

Also: indem man einen sinnvollen Dienst umsonst bereitstellt, glaubt das Management, dass es im Wesentlichen eine Vertriebsmannschaft aufbaut, die dazu beitragen wird, die Anzahl der zahlenden Mitglieder im Laufe der Zeit schnell zu vergrößern.

Dropbox hat etwa 500 Millionen registrierte Benutzer, aber nur 11 Millionen davon zahlen.

Dropbox wächst schneller als Box

Dropbox‘ sogenannter „viraler, von unten nach oben gerichteter“ Ansatz zur Kundengewinnung sorgt für starkes Wachstum. Im Jahr 2017 stieg der Umsatz von Dropbox gegenüber dem Vorjahr um 31 %. Dies ist schneller als das Umsatzwachstum von Box im Geschäftsjahr 2018, das am 31. Januar 2018 endete.

Dropbox ist größer als Box

Dropbox wächst nicht nur schneller als Box, sondern hat auch einen viel höheren Umsatz und eine viel größere Basis an registrierten Nutzern.

Im Jahr 2017 betrug der Gesamtumsatz von Dropbox etwa 1,1 Milliarden Dollar – mehr als das Doppelte des Umsatzes von 506 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2018.

Noch ausgeprägter ist der Unterschied in der Größe der beiden Unternehmen nach Anwendern. Dropbox hat etwa 500 Millionen registrierte Benutzer, während Box nur 58 Millionen registrierte Benutzer hat.

Dropbox lässt Box auch hinter sich, wenn es um Unternehmen geht, die ihren Service nutzen. Dropbox berichtete, dass man über 300.000 Dropbox Business Teams hat. Im Vergleich zu den 82.000 „zahlenden Organisationen“ bei Box. Während Dropbox seine zahlenden Unternehmen in Teams innerhalb einer Organisation misst und Box seine zahlenden Unternehmen als eigenständige Einheiten misst, ist der Unterschied zwischen den zahlenden Geschäftskunden bei Dropbox und Box immer noch bemerkenswert.

Dropbox verliert weniger Geld als Box

Mit Hilfe der Bottom-up-Kundenakzeptanzstrategie von Dropbox, die bedeutet, dass Vertrieb und Marketing nur 28 % des Umsatzes gegenüber 60 % des Umsatzes von Box ausmachen, verliert das Unternehmen weniger Geld als Box. Dropbox verlor 112 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2017, während Box 155 Millionen Dollar in den 12 Monaten bis zum 31. Januar 2018 verlor.

Noch besser, die Verluste von Dropbox verbessern sich rapide. Der Verlust von 112 Millionen Dollar im Jahr 2017 ist deutlich geringer als der Verlust von 210 Millionen Dollar im Jahr 2016. Der Verlust von Box stieg von 152 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2017 auf 155 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2018.

In Anbetracht des schnellen Wachstums von Dropbox und der im Vergleich zu Box günstigeren Fundamentaldaten versteht man, warum Investoren Dropbox höher bewerten. Aber da die Dropbox-Aktien am Freitag so stark gestiegen sind, sollte man sich vorsehen, ob das nicht zu viel zu früh ist. Dropbox hat jetzt ein Preis-zu-Umsatz-Verhältnis von etwa 11 – fast doppelt so hoch wie das Preis-zu-Umsatz-Verhältnis von Box – und liegt weit über dem durchschnittlichen Preis-zu-Umsatz-Verhältnis von 6,1 in der Infrastruktur-Softwarebranche.

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he Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 23.3.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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