Interaktive Anwendung: Wie eine S-Bahn Berlin verbindet

Das Opfer erlitt einen Schock und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Täterin konnte festgenommen werden.

Es gibt diese Orte, an denen die Stadt plötzlich langsam wird. An denen die Maschine stoppt, quietschend und summend, und die Stadtmenschen aus der S-Bahn in die Freiheit entlässt. Am Bahnhof Wannsee schaut man dann statt aufs Häusermeer auf einen Schwarm Segelboote. Oder auf die Bänke am Ufer: eine lesende Frau, drei Jungs mit Kapuzen, ein Mann mit Laptop. Es fällt auch der einsame Mann mit dem Bier auf, der im Gewimmel am Bahnhof Zoo untergegangen wäre.

Das Schöne an Berlin ist, dass man für solche Entdeckungsreisen kein Flugzeug braucht und nicht mal ein Auto. Es reicht eine Fahrt mit Bus, U- oder S-Bahn, um die Stadt im Wortsinn zu "erfahren". Wie sind wir denn so? Die S-Bahnlinie 7 liefert dazu gegensätzliche Antworten – und das auf 47 Kilometern. Wir sind reich – in den Villenvierteln am Wannsee. Wir sind arm – in den Neubauvierteln des Ostens am anderen Ende der Linie. Die S7 durchquert das Viertel mit den höchsten Mieten der Stadt. Sie endet da, wo Wohnen stadtweit am wenigsten kostet. Das sind die statistischen Daten, die man in der neuen Interaktiv-Anwendung der Berliner Morgenpost, ablesen kann. Und wie lebt es sich konkret?

Alle 205 Linien von BVG und S-Bahn erkunden: Berlin an deiner Linie

Nirgendwo an der Bahnstrecke wohnen weniger Menschen mit Migrationshintergrund als am Wannsee, was die drei 17-Jährigen Kapuzenjungs auf der Bank bestätigen. Sie finden es eher kurios, dass sie in der Grundschule nur "biodeutsche" Mitschüler hatten. "Normal" ist für sie das Leben ...

Lesen Sie hier weiter!