Intel kauft Chip-Hersteller eASIC – langfristige Strategie im Fokus

Benedikt Kaufmann
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Intel kauft den Chip-Hersteller eASIC und stärkt damit sein Geschäft für die nächste Generation des Computing. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Am Donnerstagabend verkündete Intel, das kleine Chip-Unternehmen eASIC zu übernehmen. Die Produkte des Fabless-Herstellers konzentrieren sich auf die Märkte Cloud, Storage, Machine Learning, Industrial IoT und Vision. Die eASIC-Chips platzieren sich dabei zwischen normalen ASICs und FPGAs. Daher sollen die 120 eASIC-Mitarbeiter auch in die „Programmable Group“ neben dem bereits 2015 für 16,7 Milliarden Dollar zugekauften FPGA-Hersteller Altera integriert werden.

Dan McNamara, Chef der Programmable Group, sagt: „Wir sehen aktuell hohen Bedarf an FPGAs aufgrund der Explosion von Data-Centern und Cloud-Services.“ Ziel sei es, ein umfassendes Angebot für die veränderten Ansprüche und Infrastrukturen zu entwickeln. FPGAs erlauben es, Chip-Architekturen je nach Bedarf zügig anzupassen, brauchen jedoch viel Energie. eASIC Chips seien effizienter und schneller konfiguriert, jedoch nachträglich nicht modifizierbar.

Große Pläne

Der Deal kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Denn zuletzt beherrschte Intel die Schlagzeilen eher mit negativen News. Die Übernahme zeigt jedoch, dass der Chip-Gigant trotz der Verzögerung der 10nm-Produktion und des Rausschmisses von CEO Brian Krzanich seine strategischen Ziele weiterverfolgt. Das Plan lautet: Intel als diversifizierter Chip-Hersteller mit Marktmacht nicht nur im traditionellen PC-Geschäft sondern auch in den wachsenden Zukunftstechnologien. Anleger bleiben bei dieser Story dabei.