Integration: Tante-Emma-Laden auf Rädern

Der syrische Flüchtling Feras Trad hat sich in Rodenkirchen mit einem fahrenden...

Feras Trad kommt aus Syrien. Vor drei Jahren ist er mit Ehefrau und Tochter aus seiner Heimatstadt Homs geflüchtet. Einen Monat war die kleine Familie unterwegs: über die Türkei, Nordafrika, Spanien und Frankreich - bis sie Köln erreichte. Die Flucht habe ihn 30 000 Euro gekostet, alle seine Ersparnisse habe er dafür ausgegeben, berichtet der Familienvater.

"Ich und meine Ehefrau haben in Deutschland einen Sprachkurs gemacht, der Sohn geht in den Kindergarten und die Tochter besucht ein Gymnasium in Wesseling," sagt der 40-Jährige, der in Syrien für eine kanadische Öl-Firma gearbeitet hat. Vor einem Jahr kam ihm die Idee, sich selbstständig zu machen. "In Deutschland gibt es viele Asylanten aus den arabischen Ländern, die meisten haben kein Auto, kennen sich nicht aus und sprechen nur schlecht Deutsch. Deshalb fahre ich zu ihnen und bringe die Lebensmittel vor die Haustür", sagt er.

Mit seinem Sprinter besorgt er die typisch-arabischen Lebensmittel bei Großhändlern in den Niederlanden, in Essen und in Berlin. "Meine Ware ist preiswerter als die im türkischen Markt. Das Fladenbrot kostet dort 70 Cent, bei mir nur 50 Cent." Spezialisiert hat er sich auf allerlei Konserven, wie Gurken, Paprika, Weinblätter sowie auf Tee, Gewürze und Süßigkeiten - Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen. Gelagert wird die Ware im Keller und in dem Transporter, der auch gleichzeitig als Verkaufsladen dient.

Feras Trad scheint eine Marktlücke entdeckt zu haben, seine Geschäfte florieren. Nach einem Jahr hat er sich nicht nur in Köln, sondern auch in Brühl, Bornheim und Wesseling eine Stammkundschaft aufgebaut. Mit Zukunft: Zumindest bis 2020 darf er zunächst mit seiner Familie in Deutschland bleiben...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta