Insolvenzverwalter plant Verkauf der Ansprüche von Air-Berlin-Gläubigern

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Der Insolvenzverwalter von Air Berlin, Lucas Flöther, will nach Informationen von Business Insider die Ansprüche der Air-Berlin-Gläubiger verkaufen. Darauf hat sich Flöther in einem Gespräch mit dem Gläubigerausschuss verständigt. Insgesamt geht es um Ansprüche in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro, die gegen die Fluggesellschaft Etihad, den ehemaligen Air-Berlin-Vorstand und die Beratungsfirma KPMG vorliegen. Nach Experteneinschätzung könnten die Rechte für einen dreistelligen Millionenbetrag verkauft werden.

Im April 2017 hatte die Fluggesellschaft Etihad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten den sogenannten "Comfort Letter" aufgesetzt. Darin verpflichtete sich Etihad bis zum Ende 2018 Air Berlin weiter zu finanzieren. Allerdings kam Etihad am 09. August einer fälligen Überweisung nicht nach und stellte am 11. August alle Zahlungen ein. Das führte zu der Pleite der deutschen Fluggesellschaft.

Für die Investoren und den Insolvenzverwalter Flöther ist klar, dass die Verpflichtungen im "Comfort Letter" rechtsverbindlich sind und deswegen ein Anspruch der Gläubiger gegen Etihad besteht. Aktuell werden die Ansprüche in Gerichtsverfahren am Landgericht Berlin und dem Supreme Court diskutiert. Das Verfahren in Berlin pausiert derweil, bis sich das Gericht in London für zuständig erklärt.

Sollten die Ansprüche gegen Etihad nicht rechtsverbindlich sein, könnten sie möglicherweise in einem weiteren Verfahren gegen den ehemaligen Air-Berlin-Vorstand und die Wirtschaftsprüfer KPMG wirksam gemacht werden.

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