Insolvenz: Zerschlagung von Air Berlin wird zur Hängepartie

Eine Air-Berlin-Maschine über Tegel – vielleicht eine der letzten Möglichkeiten für ein Foto Getty Images/Adam Berry

Berlin.  Die Onlinehändler in der Firmenzentrale am Saatwinkler Damm wollen nicht warten, was die Gläubiger von Air Berlin für ihre Zukunft aushandeln. Auch auf die Gewerkschafter von Verdi, die am Mittwoch zu Krisengesprächen im Haus der insolventen Fluglinie waren, während ebendort der Gläubigerausschuss tagte, setzen sie offenbar wenig Hoffnung. Stattdessen preist sich die E-Commerce-Mannschaft von Air Berlin auf einer eigens geschalteten Website als Übernahmekandidat an, stellt Kompetenzen und Projekte dar. "Hire us as a team", engagiere uns gemeinsam, so heißt es dort. "Wir brauchen eine neue Herausforderung", schreibt der Chef Pascal Volz.

Die Selbstvermarktungsoffensive der E-Commerce-Mitarbeiter zeigt: Einige Mitarbeiter bei Air Berlin sind gut qualifiziert und selbstbewusst genug, sich auf dem Arbeitsmarkt Chancen auszurechnen. Aber für viele unter den 1200 Beschäftigten in der Zentrale dürften die Perspektiven weniger gut sein. Mögliche Übernahmekandidaten für Teile der Air Berlin haben ihre eigenen Flugzeugwerften, ihre eigenen Flugplaner und Verwaltungsleute. Deshalb haben viele Angst um ihre Zukunft in der Firmenzentrale, wie eine Gewerkschafterin bestätigt.

Die Sorge gilt vor allem den Mitarbeitern in der Zentrale. Für das fliegende Personal geht es eher darum, möglichst viel seines Gehaltsniveaus und der sozialen Standards auf neue Arbeitgeber herüberzuretten. In der Branche ist von möglichen Einbußen von 30 Prozent die Rede. Cockpit- und Kabinenpersonal sind jedoch inter...

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