Nach Insolvenz: Island gibt letzten Air-Berlin-Flieger frei

Ein Airbus A320 von Air Berlin auf dem Flughafen Keflavik auf Island

Berlin. Am Freitagabend landete in am Flughafen Tegel die letzte Air-Berlin-Maschine in der Hauptstadt. Begrüßt wurde sie mit einer Löschwasserdusche, Mitarbeiter weinten, Passagiere wurden beim Aussteigen gefeiert. Allein 1600 Gäste drängelten sich auf der Besucherterrasse, viele Medien sendeten das Ereignis live. Nun soll auch der allerletzte Flieger der insolventen Airline nach Deutschland zurückkehren.

Wegen ausstehender Gebühren an den Flughafenbetreiber Isavia durfte der Airbus 320 nach seiner Landung am 19. Oktober im isländischen Keflavik nicht mehr nach Deutschland zurück fliegen - ihm wurde keine Starterlaubnis erteilt. Die Zahlungen seien bereits vor der Insolvenz der Airline am 15. August fällig geworden, hieß es seitens Isavia.

Air-Berlin-Flugzeug strandet in Island

Die Flughafengesellschaft Isavia teilte mit, Air Berlin habe Flughafengebühren nicht bezahlt.

Sämtliche seit der Insolvenzanmeldung angefallenen Rechnungen seien pünktlich bezahlt worden, konterte hingegen Air Berlin. Unternehmenssprecher Ralf Kunkel hatte das Verhalten der Isländer sogar als "rechtswidrig" bezeichnet.

Die in Island gestrandeten Passagiere, die nach Düsseldorf weiterfliegen wollten, wurden kurzerhand umgebucht und konnten ihre Reise wenige Stunden später fortsetzen. Die Air-Berlin-Maschine blieb hingegen am Boden - bis jetzt.

"Am Montag, dem 30. Oktober, hat Air Berlin seine ausstehenden Schulden beglichen", sagte nun ein Isavia-Sprecher gegenüber faz.net. "Es (das Flugzeug) steht noch am Flughafen, kann aber jederzeit abgeholt werden."

Unklar ist, was nun mit der Maschine passiert. Sie geh...

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