Eine Insel aus Asche soll die Lösung für ein großes Problem der Menschheit sein

Business Insider Deutschland
Semakau

Eine Müllinsel vor der Küste Singapurs könnte den Weg in die Zukunft weisen. Auf Semakau, wo die Asche des verbrannten Mülls aus Singapur landet, werden kleine Stromnetze getestet, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Diese sogenannten Micro-Grids gewinnen ihre Energie aus Sonne, Wind und bald den Gezeiten sowie Biogas und speichern den Strom in Batterien. Durch ihre Selbstversorgung könnten die Netzwerke bald Dieselgeneratoren in entlegenene Gebieten ersetzen. 

Die Micro-Grids werden zwar auf Semakau durch extreme Bedingungen strapaziert — Ratten nagen Kabel an, die Feuchtigkeit und Tropenstürme belasten die Elektronik. Doch gleichen diese Bedingungen jenen, in welchen die Micro-Grids in Zukunft eingesetzt werden könnten, etwa in entlegenen Dörfern. 

Weltweit kommen Elektronikkonzerne nach Semakau

Microgrid

Der Markt für die Mini-Netzwerke ist riesig, schreibt die „FAZ“. Der Direktor des französischen Energiekonzerns Engie, Etienne Drouet, sagte dem Blatt, dass der Konzern deshalb auf der Insel forsche. „Wir tes­ten hier un­ter rea­len Be­din­gun­gen Ge­rä­te, die wir spä­ter in der gan­zen Re­gi­on ein­set­zen wol­len.“

Auch andere Firmen testen mit Engie auf der Insel, darunter Schneider Electric, General Electric oder die ja­pa­ni­sche Mu­ra­ta Ma­nu­fac­tu­ring, die ge­ra­de das Bat­te­rie­ge­schäft von So­ny über­nom­men hat. Mit Siemens und der Schwei­zer ABB ste­he man in Kon­takt. Die Unternehmen konkurrieren um die beste Lösung, um Strom in entlegenen Gebieten zu gewinnen. 

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