Insekten-Fleischbällchen & Co. – So sieht Ikeas kulinarische Zukunft aus

BU1: Fleischbällchen sind ein beliebtes Gericht bei Ikea – ob sie in der Insekten-Variation ebenfalls so gut angekommen werden, ist fraglich. (Symbolbild: Carlos Osorio/Toronto Star via Getty Images)

Der Möbelriese Ikea lässt ein Labor über eine ökologisch nachhaltige Zukunft seiner Restaurantangebote nachdenken. Die neuen Kreationen sind auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig – dafür sehr gesund.

Wie das Kopenhagener „Space10 Lab“ auf „medium.com“ berichtet, konzipiert das Team ein futuristisches Fastfood-Angebot mit gesunden und nachhaltigen Zutaten.

Für all jene, die Insekten als schmackhaftes Nahrungsmittel der Zukunft sehen, werden manche der Gerichte eine wahre Freude sein: So wurden beispielsweise die beliebten Fleischbällchen von den Nahrungswissenschaftlern zukunftstauglich gemacht. Aus dem „Meatball“ wird der „Neatball“. Diesen gibt es in zwei Varianten: Einmal vegetarisch mit Karotten, Pastinaken und Rüben – und einmal mit Mehlwürmern. Das Ziel des Gerichts sei „die Leute dazu zu animieren, über eine Reduktion ihres Fleischkonsums nachzudenken, lokale Produktionen zu kaufen und alternative Proteine zu probieren“, so das Labor.

Eine weitere Kreation zielt auf die traditionell amerikanische Küche – allerdings auch hier mit einer kleinen Überraschung: „Der Käfer-Burger, eine Variation des traditionellen Burgerrezepts, die eine Synergie aus neuen Zutaten und alten Klassikern bietet. Was wie ein normaler Burger aussieht, ist tatsächlich eine Kombination aus Rüben, Pastinaken und Mehlwürmern“, schreibt das Labor auf Twitter. 

Auch soll es bei Ikea weiterhin Hotdogs geben. Allerdings heißen diese „Dogless Hot Dogs“ und kommen rein vegetarisch daher. Das aus der Spirulina-Alge gefertigte Brötchen wirkt dank seiner grünen Farbe etwas ungewohnt, ist dafür äußerst gesund. Zu den anderen Zutaten gehören getrocknete und glasierte Babykarotten, Rüben und Rübenketchup, Senf und Kurkumapaste, geröstete Zwiebel und ein Salatmix.

Apropos Salat: Dieser ist auch die Hauptzutat für das Dessert der Zukunft – ein grünes Speiseeis. Man kann aus mehreren Geschmacksrichtungen wähle: Fenchel, Koriander, Basilikum und Minze. Für die nötige Süße werden Äpfel und Limettensaft hinzugefügt.

Wem bei diesen Geschmacksaussichten schon das Wasser im Mund zusammenläuft, wird sich noch auf unbestimmte Zeit gedulden müssen: Die Gerichte befinden sich immer noch in der Testphase.