Insa-Umfrage: Parteien der großen Koalition verlieren

Rund 61,5 Millionen Deutsche sind am Sonntag zur Bundestagswahl aufgerufen. Die Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lag in letzten Umfragen deutlich vor der SPD von Herausforderer Martin Schulz. Erstmals ins Parlament einziehen dürfte die AfD

Wenige Tage vor der Bundestagswahl am Sonntag verlieren laut einem aktuellen Insa-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) die Parteien der großen Koalition an Zustimmung. Demnach büßen CDU/CSU (36 Prozent) einen halben Punkt ein, die SPD (22 Prozent) verliert im Vergleich zur Vorwoche anderthalb Punkte.

Die Linke (elf Prozent) legt demzufolge einen halben Punkt zu, die Grünen (sieben Prozent) einen ganzen Punkt. FDP (neun Prozent) und AfD (elf Prozent) halten laut der Insa-Umfrage ihre Ergebnisse aus der Vorwoche.

Die Parteien der großen Koalition kommen demnach zusammen nur noch auf 58 Prozent der Stimmen, über neun Prozentpunkte weniger als 2013 (67,2 Prozent). Trotzdem gibt es für die GroKo weiterhin eine klare parlamentarische Mehrheit.

Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen kommt laut Umfrage auf zusammen 52 Prozent, auch dies wäre eine klare Regierungsmehrheit. Alle Regierungsbündnisse unter Führung der SPD kommen dagegen nicht über 40 Prozent: Eine Ampelkoalition würde 38 Prozent erreichen, Rot-Rot-Grün 40 Prozent. Auch Schwarz-Gelb oder Schwarz-Grün wären chancenlos.

Insa-Chef Hermann Binkert fasste in der "Bild" zusammen, Union und SPD verlören etwa jeden siebten Wähler von 2013. Jamaika oder GroKo seien die einzigen Alternativen für die Regierungsbildung. AfD und Linke hätten die größten Chancen auf Platz Drei.

Für den Insa-Meinungstrend im Auftrag von "Bild"wurden vom 15. bis zum 18. September 2017 insgesamt 2042 Bürger befragt.