ING Deutschland verliert €5 Mrd. Einlagen im Kampf um Kundengeld

(Bloomberg) -- Bei ING Deutschland sind die Kundeneinlagen im dritten Quartal zurückgegangen. Die BayernLB-Tochter DKB, der schärfste Konkurrent, hatte die Zinsen für privates Tagesgeld im August verdreifacht und damit den Wettbewerb um Einlagen angefacht.

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Unterm Strich reduzierten sich die Einlagen bei ING Deutschland im dritten Quartal um 5,4 Milliarden Euro auf 149 Milliarden Euro, wie es aus einem am Donnerstag veröffentlichten Datenblatt hervorgeht.

Im zweiten Quartal waren die Einlagen von ING Deutschland noch um 15,6 Milliarden Euro gestiegen. Damals hatte die Bank mit Bonuszinsen von 3% geworben, während die DKB bei lediglich 1% lag und in der Folge Abzüge in Milliardenhöhe verzeichnen musste.

Im August änderte die DKB ihre Strategie und setzte den Zinssatz befristet auf dann 3,5% nach oben. Daraufhin gab es wieder Zuflüsse, wie de Bank bereits durchblicken ließ. Mehr Details könnte es kommende Woche geben, wenn die BayernLB ihr Quartalsergebnis vorlegen wird.

ING Deutschland kommt auf mehr neun Millionen Kunden, während es bei der DKB zuletzt rund 5,4 Millionen Kunden waren.

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