Influencer zerstören Naturparadies in Bayern

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Der Nationalpark Berchtesgaden am Königssee ist ein beliebtes Ziel für Touristen - und immer öfter auch für Influencer. (Bild: Christian Peters)
Der Nationalpark Berchtesgaden am Königssee ist ein beliebtes Ziel für Touristen - und immer öfter auch für Influencer. (Bild: Christian Peters)

Die kleinen Wasserfälle über dem Königssee galten lange als Geheimtipp unter Anwohnern des Nationalparks Berchtesgaden. Doch dann kamen die Influencer und zerstörten die Natur. Die Gemeinde zieht nun drastische Konsequenzen.

Reisen in ferne Länder sind derzeit alles andere als leicht: Corona, Test- und Quarantänepflicht verderben Privaturlaubern wie Influencern seit über einem Jahr den Spaß. Letztere griffen als Alternative zu den sonst üblichen Südsee-Strand-Bildern immer mehr auf heimische Motive, wie die Wasserfälle über dem Königssee, zurück. Das verärgerte die Anwohner und zerstörte die Natur mit der Folge, dass der Ort nun gesperrt ist.

Das Landratsamt Berchtesgadener Land verhängte nun ein fünfjähriges Begehungsverbot für das Gebiet rund um die sogenannten Gumpen. Wer sich dem widersetzt, muss mit einem Bußgeld von 25.000 Euro rechnen. Die Natur, heißt es, müsse sich von dem regen Besucheransturm erholen.

Tatsächlich galten die kleinen Wasserbecken, in welche die Wasserfälle oberhalb des Königssees fließen, lange Zeit als echter Geheimtipp für die Anwohner des Nationalparks Berchtesgaden. Doch in den vergangen Jahren erklammen immer mehr Influencer den Berg für das beliebte Fotomotiv. Im Corona-Sommer 2020 waren es in der Spitze bis zu 350 Besucher täglich, die ein drei Kilometer langes Netz aus Pfaden in die Grünfläche trampelten. Baumwurzeln wurden freigelegt, die Steilhänge drohen, abzurutschen. Außerdem würden zahlreiche streng geschützte Vogelarten durch die Besucher gestört.

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