Inflation und Börse - Umfrage offenbart Lücken bei Finanzwissen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Inflation zehrt seit Monaten kräftig an der Kaufkraft der Menschen in Deutschland - doch etwa ein Viertel der Bevölkerung weiß nicht, was eine Teuerungsrate eigentlich ist. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB).

In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen wissen demnach nach eigenem Bekunden sogar 45 Prozent nicht, was Inflation bedeutet und gerade einmal knapp ein Viertel (23 Prozent) dieser Altersgruppe konnte die aktuelle Teuerungsrate in Deutschland zumindest annähernd nennen.

Seit Monaten verteuern steigende Energie- und Lebensmittelpreise das Leben in Deutschland deutlich. Im August lagen die Verbraucherpreise nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte rechnen mit zweistelligen Inflationsraten in den nächsten Monaten.

Die hohe allgemeine Teuerung lässt die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduziert die Kaufkraft. Die Menschen können sich also für einen Euro weniger leisten.

Eine deutliche Mehrheit von 82 Prozent der Befragten sprach sich in der BdB-Umfrage dafür aus, der Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge in der Schule einen höheren Wert einzuräumen: Umgang mit Geld, Wirtschaftssystem, Möglichkeiten der Altersvorsorge, Möglichkeiten der Geldanlage.

Für viele Befragte sind ETFs, Investmentfonds und Co. böhmische Dörfer. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) räumte ein, sie habe keine Ahnung von dem, was an der Börse geschehe.