Inflation bei 4,5 %! 3 Gründe, warum ich trotzdem Dividendenaktien mit niedrigeren Dividendenrenditen kaufe!

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Geldbeutel Geld Aktien
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Die Inflation liegt für den Monat Oktober wohl bei 4,5 %. Das wiederum haben jetzt einige Statistiker des Statistischen Bundesamtes ermittelt. Ohne Zweifel ein hohes, rekordverdächtiges Niveau, für das wir schnell einen Auslöser finden: die hohen Preise für Energieträger. Wobei es auch andere Faktoren gibt.

Foolishe Sparer und Investoren wissen: Ein gewisser Schutz muss her. Ich investiere beispielsweise in ein Besser-als-nix-Depot, um Inflation und zugleich auch Negativzinsen aus dem Weg zu gehen.

Dabei investiere ich jedoch auch in Dividendenaktien, deren Dividendenrenditen unter 4,5 % liegen. Schockschwere Not! Warum denn das? Ganz einfach: aus den folgenden drei Gründen.

Inflation bei 4,5 %: Dividendenrendite ist nicht alles

Ein erster Grund, warum die Inflation von 4,5 % nicht mein Mindestmaß bei der Dividendenrendite ist, hängt mit einem einfachen Faktor zusammen. Die Rendite einer Aktie ist mehr als nur die Dividende. Zugegebenermaßen nicht bei jeder Aktie. Aber eben bei vielen.

Kommt beispielsweise noch ein moderates Gewinnwachstum hinzu und die Dividende steigt, kann alleine das Wachstum einen Ausgleich zur Inflation bieten. Zudem führen wachsende Gewinne häufig zu steigenden Aktienkursen. Auch das ist Teil der Rendite, die die Geldentwertung in Summe schlagen kann.

Insofern: Versteife dich als Investor besser nicht darauf, eine Dividendenrendite erhalten zu müssen, die über dem Kaufkraftverlust liegt. Gerade Qualitätsaktien können außerdem mit einer starken Preissetzungsmacht noch andere Qualitäten entfalten. Oder konkret, höhere Preise durchsetzen. Das ist bei der Dividende nicht direkt ersichtlich.

Es geht um einen moderaten, risikolosen Ausgleich

Ein zweiter Grund, warum ich trotz einer Inflation von 4,5 % auf Dividendenaktien mit niedrigerer Dividendenrendite setze, ist der moderate, risikolose Ausgleich. Wir haben eingangs bereits die anderen Qualitäten von Dividendenaktien skizziert. Sowie auch andere Renditeformen als bloß die Ausschüttungen. Für mich ist das jedoch auch nur ein Teil.

Im Endeffekt ist mir die Höhe der Dividendenrendite egal. Mir geht es mit soliden Gewinnen und einer Rendite um einen Ausgleich und einen Schutz vor einer Inflation. Im Zweifel und im Worst-Case-Szenario gilt: Eine Gesamtrendite von 4 % ist immer noch besser, als eine Geldentwertung von 4,5 % in Gänze zu tolerieren.

Idealerweise sollte man als Investor natürlich Aktien bedienen, die mehr als einen Schutz bieten. Aber: Im Zweifel sind zeitlose, defensive Unternehmen mit moderaten Renditen einfach besser als nix.

Inflation: Nicht ewig so hoch

Zu guter Letzt sollten wir außerdem nicht vergessen, dass die Inflation vermutlich nicht ewig so hoch sein wird. Wir befinden uns jetzt auf einer Spitze, auf einem Rekordhoch. Oder einem Niveau, das wir zuletzt vor mehr als drei Jahrzehnten gesehen haben. Als Auslöser erkennen wir steigende Öl-, Erdgas- und Energiepreise im Allgemeinen. Die Entwicklung dürfte nicht ewig anhalten.

Insofern können auch niedrigere Renditen langfristig einen Schutz bedeuten. Als Foolisher Investor sollte man über diese kurzfristige Periode hinwegdenken. Das ist Teil des Prozesses eines erfolgreichen, langfristigen Investors.

Der Artikel Inflation bei 4,5 %! 3 Gründe, warum ich trotzdem Dividendenaktien mit niedrigeren Dividendenrenditen kaufe! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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