Inflation bei 4,1 %: Darum tangiert das auch deine Ruhestandsplanung

·Lesedauer: 3 Min.
Dollarnoten gehen den Abfluss herunter Geld verlieren Aktien mit Verlust verkaufen
Dollarnoten gehen den Abfluss herunter Geld verlieren Aktien mit Verlust verkaufen

Die Inflation liegt bei 4,1 %. Natürlich könnte es sich hierbei lediglich um eine kurzfristige Momentaufnahme handeln. Allerdings können wir mit Blick in die vergangenen Monate und Raten deutlich jenseits der 3 %-Marke sagen: Die Tendenz ist nicht sonderlich erfolgreich für Sparer.

Aber was bedeutet eine Inflation von 4,1 % eigentlich? Natürlich, dass das eigene Ersparte grundsätzlich weniger wert ist. Zumindest, wenn man sich nicht schützt und investiert. Beziehungsweise in irgendeiner Weise Rendite auf sein Kapitel erhält.

Tangiert die Ausgangslage denn auch deine Ruhestandsplanung? Ja, definitiv. Riskieren wir heute einen relevanten Blickwinkel auf die Faktoren, wo sich das besonders deutlich zeigt.

Inflation bei 4,1 %: Dein Ruhestand in Gefahr?

Ob dein Ruhestand in Gefahr ist, das ist natürlich eine persönliche Frage. Allerdings können wir sagen, dass die Inflation bei 4,1 % ein Problem ist. Und zwar in mehr als einer Hinsicht, wie wir jetzt ein wenig näher zeigen wollen.

Durch die Inflation dürfte schließlich nicht die Rendite deiner Investitionen maßgeblich steigen. Manchmal könnte sogar das Gegenteil der Fall sein. Eine Dividendenrendite von unter 3 % wirkt plötzlich schließlich nicht mehr so attraktiv. In jedem Fall und selbst bei einer gleichbleibenden Rendite leidet ein Wert bei einer solchen Wertminderung des Geldes: die reale Rendite.

Das ist die Rendite, die man inflationsbereinigt auf sein Kapital erhalten würde. Bei 8 % und 2 % Inflation liegt dieser Wert bei 6 %. Wohingegen er bei 4 % lediglich bei 4 % läge. Das kann dazu führen, dass dein Geld und dein Vermögen in einigen Jahren weniger wert ist. Grundsätzlich eine erste Baustelle, die du als Sparer und Investor kennen solltest.

Es geht jedoch noch weiter. Manche Altersvorsorger setzen für die Planung ihres Ruhestands auf gewisse Quoten. So ist die 4-%-Regel eine gebräuchliche Formel. Allerdings eine, die ebenfalls eine jährliche Anpassung um die Geldwertminderung vorsieht. Liegt dieser Wert jetzt bei 4 % und die Rendite erhöht sich nicht entsprechend, könnte die Nachhaltigkeit deines Vermögens und deiner Entsparraten in Gefahr sein. Gewisse Probleme lassen sich daher zumindest nicht leugnen.

Was tun?

Die Kernfrage lautet daher: Was sollte man tun, wenn man mit einer Inflation von 4,1 % oder einem anderen hohen Wert auf absehbare Zeit rechnet? Hervorragende Frage! Zunächst einmal würde ich berechnen, wie ein Worst-Case-Szenario meinen Ansatz tangiert. Beziehungsweise: Ob ich beim Sparen vielleicht ein wenig nachlegen muss.

Zum anderen würde ich aber auch schauen, ob ich irgendwo anders feinjustieren muss. Beispielsweise bei den Entnahmeraten, wenn ich mich bereits im Ruhestand befände. Oder aber bei der Rendite, mit der ich kalkuliere. Vielleicht sollte ich auch meinen Ansatz verändern, um etwas mehr aus meinem Vermögen herauszukitzeln.

Es könnte verschiedene Wege geben, eine Inflation von über 4 % zu bekämpfen. Wichtig ist, dass du notfalls deinen Weg entdeckst und gehst. Und dir der Problematik natürlich bewusst bist.

Der Artikel Inflation bei 4,1 %: Darum tangiert das auch deine Ruhestandsplanung ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2021

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.