Infineons Aufsichtsratschef tritt zurück


Infineon bekommt einen neuen Aufsichtsratschef: Eckart Sünner stehe künftig an der Spitze des Kontrollgremiums, teilte der Dax-Konzern am Freitagmorgen mit. Der Rechtsanwalt überwacht Infineon bereits seit 2007.

Allerdings werde Sünner „mittelfristig“ vom 65-Jährigen Wolfgang Eder abgelöst. Der Chef des Stahlherstellers Voestalpine soll auf der Hauptversammlung am 22. Februar in den Aufsichtsrat gewählt werden. Wann genau Eder dann die Führung des Gremiums übernimmt, ließ der Chipkonzern offen.

Der derzeitige Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber hört hingegen auf. Der ehemalige Lufthansa-Chef hat den Aufsichtsrat seit 2011 geführt. „Mit seiner führenden Position in vielversprechenden Märkten ist Infineon hervorragend aufgestellt, um die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre fortzusetzen“, sagte Mayrhuber.


„Daher sehe ich den geeigneten Zeitpunkt gekommen, die Leitung des Aufsichtsrats abzugeben.“ Zuletzt hat sich Mayrhuber im Herbst aus dem Aufsichtsrat der Lufthansa zurückgezogen. Sein Mandat bei der Münchener Rück gab er bereits Ende 2016 auf.

Infineon hat sich während der Amtszeit von Mayrhuber hervorragend entwickelt. Der Aktienkurs hat sich in den vergangenen sieben Jahren mehr als verdoppelt. Auch in jüngster Zeit lief es gut. Der Umsatz ist im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September endete, um rund neun Prozent auf gut sieben Milliarden Euro geklettert, die operative Marge stieg von 15 auf gut 17 Prozent. Auch für das laufende Geschäftsjahr verspricht Vorstandschef Reinhard Ploss kräftiges Wachstum.