Infineon und Siltronic nach Gerichtsurteil in China unter Druck

Jan Heusinger
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Lieferprobleme bei Intel – zusätzliche Chance für AMD

Ein chinesisches Gericht untersagt dem amerikanischen Chiphersteller Micron den Verkauf von 26 Produkten und zieht damit den Kurs nach unten. Dies belastet die gesamte Halbleiterbranche. Die Aktien von Infineon und Siltronic geben stark nach.

Das aus Taiwan stammende Unternehmen United Microelectronis Corp. (UMC) setzte sich nach eigenen Angaben im Patentstreit mit Micron Technology durch. Der Halbleiterhersteller aus Amerika hat einem chinesischen Gericht zufolge Patente bei Speicherchips und anderen Produkten verletzt und wurde deshalb mit einem Verkaufsverbot in China belegt.

Die Aktien von Micron gaben bis Börsenschluss in New York um 5,5 Prozent nach. China ist für die Halbleiterindustrie weltweit der größte Markt. Micron erzielte dort im vergangenen Jahr die Hälfte seiner Umsätze. Ein Experte sprach von einer „weiteren negativen Nachricht für die Stimmung der Anleger.“

Infineon bleibt attraktiv

Die Aktie von Infineon ist aktuell der zweitgrößte Verlierer im DAX. Noch härter erwischt es Siltronic, die zur Stunde über acht Prozent verlieren. Für den AKTIONÄR ist Infineon weiterhin ein Kauf. Allerdings sollte der Stopp bei 20,50 Euro beachtet werden. Die Aktie von Siltronic wird vom AKTIONÄR derzeit nicht zum Kauf empfohlen.