Infineon hat noch Luft nach oben

DER AKTIONÄR
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Infineon hat noch Luft nach oben

Europas Halbleiter-Produzent Nummer Eins Infineon Technologies kennt an der Börse derzeit fast nur eine Richtung: aufwärts. Seitdem die Aktie Ende August eine Seitwärts-Konsolidierungszone bei 19,45 Euro nach oben verlassen hat, hangelt sich der sonst oft behäbige Blue Chip immer weiter hoch. Am Mittwoch gehört die Infineon-Aktie erneut zu den stärksten DAX-Werten und markiert am Mittag bei 22,66 Euro den höchsten Stand seit April 2002.

Ein Grund für die Kauflaune der Aktionäre: Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat das Kursziel für Infineon von 21,60 auf 29,00 Euro deutlich angehoben. Das Wachstum des Chip-Konzerns dürfte noch einen Gang höher schalten, schrieb Analyst Adithya Metuku in einer Studie. Er verwies dabei vor allem auf die starke Position im Halbleitermarkt für die Automobilindustrie. Die Aktie sei vor diesem Hintergrund unterbewertet und reif für eine Neubewertung.

Der aktuelle Höhenflug erfasst die gesamte Halbleiterbranche. Ihre Produkte sind unter anderem dank einer immer stärkeren Digitalisierung alltäglicher sowie industrieller Prozesse und wegen der Vernetzung von Autos stark gefragt. Infineon wird voraussichtlich am 18. November berichten, wie die Geschäftsperspektiven für das Jahr 2017/18 aussehen. 

Auch charttechnisch ist bei Infineon alles im Lot. Kurzfristig wird die Luft bei 23,15 Euro zwar etwas dünner. Dort verläuft der obere Rand eines kurzfristigen Aufwärtstrendkanals. Zudem ist der Wert schon recht heiß gelaufen. Auf Sicht von sechs Monaten dürfte die 30-Euro-Marke jedoch erreichbar sein. Gewinne laufen lassen, zwischenzeitliche Kurs-Abtaucher können zum Nachkauf genutzt werden.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.