Infektionsgefahr: Die Berliner Polizei warnt vor Hepatitis-Spritzen in Briefen

Seit 2005, dem Beginn der statistischen Erfassung, seien keine Infektionen durch Drogenspritzen bekannt, meldet die Polizei

Die aktuelle Mitarbeiterinformation der Berliner Polizei hat es in sich. In der Broschüre, die regelmäßig unter den mehr als 23.000 Bediensteten verschickt wird, warnt die Behörde unter der Überschrift "Gefährliche Dienstpost" vor Hepatitis-Spritzen. Mitarbeiter sollen Spritzen-Kolben samt Kanülen, die etwa als Asservate in Drogen-Verfahren gesichert wurden, in normalen Briefen verschickt haben.

"In der Vergangenheit gab es folgenschwere Hepatitis-C-Infektionen im Kollegenkreis, da übersandte Spritzen unsachgemäß verpackt wurden", heißt es in dem Schreiben. Bei den Spritzen handelt es sich unter anderem um beschlagnahmte Spritzbestecke von Drogenabhängigen. Eigentlich sollen diese in besonderen Behältnissen verschickt werden.

Den alarmierenden Worten sind noch Fotos beigefügt, die zeigen, wie eine Kanüle aus einem Papier-Briefumschlag ragt, dazu die dramatische Warnung, dass der beherzte Griff in den Posteingang einen fatalen Ausgang haben könne. "Was nach harmloser Dienstpost aussieht, entpuppt sich mitunter als gefährliche Sendung", steht unter den Fotos.

Spritzen werden sonst in Spezialbehältern verschickt

Wie viele Mitarbeiter sich bereits eine folgenschwere Hepatitis-C-Infektion eingefangen haben, konnte die Polizeibehörde auf Nachfrage der Berliner Morgenpost vorerst nicht sagen. Die Behörde weist ihre Mitarbeiter aber darauf hin, dass Spezialbehälter zum Verschicken der Spritzen über die Stäbe der jeweiligen Direktionen erhaltbar seien, und die Spritzenkolben mit Klebeband...

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