IndyCar-Test: Aeroscreen-Probleme noch immer nicht gelöst

Heiko Stritzke

Noch immer kämpft die IndyCar-Serie mit den Belüftungsproblemen beim neuen Cockpitschutz Aeroscreen. Das von Red Bull Technologies entwickelte Konzept hat schon bei den experimentellen Testfahrten im Oktober Bedenken auf sich gezogen. Diese sind auch vier Wochen vor Saisonstart noch nicht restlos ausgeräumt.

Die Teams warteten bei den offiziellen Testfahrten auf dem Circuit of the Americas diese Woche mit verschiedenen Lösungen zur Helmbelüftung auf, wie man sie von Touren- und Sportwagen kennt. Bei Temperaturen von unter 15 Grad Celsius gab es keine Probleme. Aber was, wenn im Hochsommer bei 35 Grad gefahren werden sollte?

Bildergalerie: IndyCar-Test in Austin

Ein Fahrer, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagt gegenüber 'Motorsport.com', dass noch viel Arbeit bevorstehe. "COTA ist eine relativ schnelle Strecke und man hat eine gute Luftzirkulation. Im April [beim Rennen] sollte es hier auch nicht zu heiß werden. Mehr Sorgen machen mir die Rennen im Sommer, wenn wir mit unter 100 km/h dem Pace-Car hinterherschleichen."

Fotostrecke: Die Autos der IndyCar-Saison 2020:

#1: Josef Newgarden, Team Penske, Chevrolet

#1: Josef Newgarden, Team Penske, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

IndyCar-Champion 2017, 2019

#2: Scott McLaughlin, Team Penske, Chevrolet *

#2: Scott McLaughlin, Team Penske, Chevrolet * IndyCar Series

IndyCar Series

* nur Indianapolis-GP

#4: Charlie Kimball, A.J. Foyt Racing, Chevrolet

#4: Charlie Kimball, A.J. Foyt Racing, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

#5: Patricio O'Ward, McLaren SP, Chevrolet

#5: Patricio O'Ward, McLaren SP, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

#7: Oliver Askew, McLaren SP, Chevrolet

#7: Oliver Askew, McLaren SP, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

Rookie 2020

#8: Marcus Ericsson, Chip Ganassi Racing, Honda

#8: Marcus Ericsson, Chip Ganassi Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#9: Scott Dixon, Chip Ganassi Racing, Honda

#9: Scott Dixon, Chip Ganassi Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

IndyCar-Champion 2003, 2008, 2013, 2015, 2018 und Indy-500-Sieger 2008

#10: Felix Rosenqvist, Chip Ganassi Racing, Honda

#10: Felix Rosenqvist, Chip Ganassi Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#12: Will Power, Team Penske, Chevrolet

#12: Will Power, Team Penske, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

IndyCar-Champion 2014 und Indy-500-Sieger 2018

#14: Sebastien Bourdais, A.J. Foyt Racing, Chevrolet *

#14: Sebastien Bourdais, A.J. Foyt Racing, Chevrolet * IndyCar Series

IndyCar Series

* ChampCar-Champion 2004, 2005, 2006, 2007; teilt sich das Auto mit Tony Kanaan (IndyCar-Champion 2004 und Indy-500-Sieger 2013) und Dalton Kellett (Rookie 2020)

#15: Graham Rahal, Rahal Letterman Lanigan Racing, Honda

#15: Graham Rahal, Rahal Letterman Lanigan Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#18: Santino Ferrucci, Dale Coyne Racing, Honda

#18: Santino Ferrucci, Dale Coyne Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#20: Conor Daly, Ed Carpenter Racing, Chevrolet *

#20: Conor Daly, Ed Carpenter Racing, Chevrolet * IndyCar Series

IndyCar Series

* teilt sich das Auto mit Ed Carpenter

#21: Rinus VeeKay, Ed Carpenter Racing, Chevrolet

#21: Rinus VeeKay, Ed Carpenter Racing, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

Rookie 2020

#22: Simon Pagenaud, Team Penske, Chevrolet

#22: Simon Pagenaud, Team Penske, Chevrolet IndyCar Series

IndyCar Series

IndyCar-Champion 2016 und Indy-500-Sieger 2019

#26: Zach Veach, Andretti Autosport, Honda

#26: Zach Veach, Andretti Autosport, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#27: Alexander Rossi, Andretti Autosport, Honda

#27: Alexander Rossi, Andretti Autosport, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

Indy-500-Sieger 2016

#28: Ryan Hunter-Reay, Andretti Autosport, Honda

#28: Ryan Hunter-Reay, Andretti Autosport, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

IndyCar-Champion 2012 und Indy-500-Sieger 2014

#30: Takuma Sato, Rahal Letterman Lanigan Racing, Honda

#30: Takuma Sato, Rahal Letterman Lanigan Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

Indy-500-Sieger 2017

#31: Felipe Nasr, Carlin, Chevrolet *

#31: Felipe Nasr, Carlin, Chevrolet * IndyCar Series

IndyCar Series

* Rookie 2020; teilt sich das Auto mit Sergio Sette Camara (Rookie 2020)

#55: Alex Palou, Dale Coyne Racing, Honda

#55: Alex Palou, Dale Coyne Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

Rookie 2020

#59: Max Chilton, Carlin, Chevrolet *

#59: Max Chilton, Carlin, Chevrolet * IndyCar Series

IndyCar Series

* teilt sich das Auto mit [noch nicht verkündet]

#60: Jack Harvey, Meyer Shank Racing, Honda

#60: Jack Harvey, Meyer Shank Racing, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#88: Colton Herta, Andretti Harding Steinbrenner Autosport, Honda

#88: Colton Herta, Andretti Harding Steinbrenner Autosport, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

#98: Marco Andretti, Andretti Herta Autosport, Honda

#98: Marco Andretti, Andretti Herta Autosport, Honda IndyCar Series

IndyCar Series

IndyCar hat auf die Kritik im vergangenen Oktober mit Belüftungsschlitzen in der Nase unmittelbar vor dem Cockpit reagiert, die bei grellen Farben deutlich sichtbar sind. Sind diese vielleicht zu klein ausgefallen?

"Ich glaube nicht, dass das das Problem ist", antwortet der anonyme Fahrer. "Ich glaube, dass es mehr der Luftstrom an sich ist, wie er sich im Cockpit verteilt. Er scheint einfach den Helm nicht zu erreichen." Weil der Aeroscreen nach oben offen ist, entsteht ein Unterdruck. Der Luftstrom könnte so schlicht am Helm vorbeigeleitet werden. Auch die Belüftungsschläuche für den Helm schaffen keine ausreichende Abhilfe.

Viel Lob für alles Weitere

Ein Fahrer, der mit der namentlichen Nennung einverstanden ist, ist Charlie Kimball, der Vollzeit in die IndyCar-Serie bei A.J. Foyt Racing zurückkehrt. "Es gibt noch ein paar Belüftungsprobleme, an denen wir arbeiten müssen", findet er.

Graham Rahal (RLL) spricht nur davon, dass es "etwas wärmer" im Auto gewesen sei als normal. Zach Veach (Andretti) geht noch weiter: "Für diese kühlen Bedingungen war die Belüftung vielleicht ein bisschen zu gut!"

Die Belüftung vor dem Cockpit ist bei hellen Farben gut zu erkennen

Die Belüftung vor dem Cockpit ist bei hellen Farben gut zu erkennen IndyCar Series

IndyCar Series

Davon abgesehen sind die Fahrer begeistert vom Aeroscreen: Obwohl die Strecke stellenweise noch feucht war, gab es keine Probleme mit der Sicht. "Nur bei Sonnenuntergang war der Schmutz gut zu sehen, das sollten wir uns anschauen", findet Ganassi-Pilot Felix Rosenqvist. Auch alle anderen Fahrer äußersten sich voll des Lobes über die bessere Sicht.

Kimball kann dem fehlenden Luftstrom sogar noch Positives abgewinnen: "Alles ist im Cockpit jetzt viel leiser und man versteht die Funkansagen viel besser. Wenn wir noch rauskriegen, wie wir an einem heißen Sommertag einen kühlen Kopf behalten, sieht es gut aus."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.