IndyCar-Meister Newgarden: "2017 war noch nicht perfekt"

Josef Newgarden genießt seine Runden mit der Startnummer 1


Es gab nicht vieles, was Josef Newgarden in der IndyCar-Saison 2017 hätte besser machen können. Der US-Amerikaner holte gleich in seinem ersten Penske-Jahr seinen ersten Titel in der IndyCar-Serie. Nun steht das schwierige Kapitel Titelverteidigung auf dem Programm. Was an sich schon schwierig genug ist, wird durch die Einführung des neuen Aerokits nun von einer weiteren Unbekannten durchkreuzt. Newgarden sieht aber auch einige Schwächen, die er noch abstellen kann.

"Das vergangene Jahr war nicht unbedingt perfekt", sagt der 27-Jährige über sein Meisterschaftsjahr. "Wir hatten durchaus Schwachstellen, die sich aber zum Glück in der Regel nicht in die Rennen übertragen haben."

Er sieht nur eine einzige Ausnahme, wo es auch von den Resultaten besser werden muss: Die Indianapolis-Wochen, in denen die meisten Punkte der Saison vergeben werden. "Der Mai hat uns in der Punktewertung regelrecht hingerichtet", weiß Newgarden. "Wenn wir den Monat richtig hinbekommen, dann wäre das ein großer Schritt. Das Indy 500 ist Ziel Nummer eins für die kommende Saison." Neben den wichtigen Meisterschaftspunkten winkt auch das enorme Prestige des Sieges beim größten Rennen des amerikanischen Kontinents.

"Davon abgesehen gibt es noch ein paar Kleinigkeiten und gewisse Aspekte im Qualifying, die ich noch verbessern kann", so der Penske-Pilot weiter. "Wir waren wahrscheinlich besser im Qualifying als unsere Resultate aussagen. Das müssen wir besser hinbekommen und mehr Pole-Positions holen." Trotz seiner vier Siege hat Josef Newgarden in der ganzen IndyCar-Saison 2017 nur ein einziges Mal auf der Pole-Position gestanden - genau als es beim Saisonfinale in Sonoma drauf ankam.

Auch als amtierender Meister will er sich nicht zu schade dafür sein, von den Gegnern zu lernen: "Man schaut sich die anderen genau an und wie ihre Meisterschaften zustande gekommen sind. Dann pickt man sich die besten Aspekte raus und nutzt sie, um selber besser zu werden. Ich schaue mir die Dixons, Powers und Pagenauds dieser Welt an und versuche, nachzuvollziehen, warum es bei ihnen geklappt hat. Daraus ziehe ich meine Schlüsse. Und ich blicke auf meine eigene Saison zurück und hinterfrage, was ich hätte besser machen können."

In der kommenden Saison geht er erstmals als IndyCar-Titelverteidiger an den Start. Letztmals gelang 2011 eine Titelverteidigung, als Dario Franchitti seine dritte Meisterschaft in Folge holte. In der V6-Ära ist es noch keinem Fahrer gelungen, zwei Meisterschaften in Folge zu holen, nun werden die Karten durch die neue Aerodynamik komplett neu gemischt. "Ich bin gespannt, das wird eine große Herausforderung. Alle sagen mir, dass es schwieriger ist, einen zweiten Titel zu holen als den ersten. Ich war noch nie in dieser Situation, deshalb nehme ich den Rat der Veteranen gerne an. Mit Penske habe ich ideale Voraussetzungen."

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