IndyCar 2018: Foyt stellt Kanaan Rookie zur Seite

Matheus Leist bildet 2018 ein Team mit Tony Kanaan bei Larry Foyt


Das nächste Cockpit ist besetzt: Matheus Leist wird die IndyCar-Saison 2018 im Team von Larry Foyt bestreiten. Der Brasilianer wird sich im Team gut verständigen können, schließlich wird er Teamkollege von Routinier Tony Kanaan, der ebenfalls aus Brasilien stammt. Der heute 19-Jährige hatte 2016 die britische Formel-3-Meisterschaft gewonnen und wurde 2017 bei den Indy Lights Vierter und zweibester Rookie hinter Colton Herta.

Larry Foyt setzt damit auf die klassische Kombination Erfahrung plus Heißsporn. Der Teamchef sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass er Leist bereits seit zwei Jahren auf dem Radar gehabt habe. "Ein Freund von mir hatte mir gesagt, dass ich ihn mir in der britischen Formel 3 genau ansehen solle. Das habe ich gemacht und dann kam er nach Amerika, um die Indy Lights zu fahren. Er hatte in diesem Sommer eine wirklich gute Phase mit Siegen in Indianapolis, Elkhart Lake und Iowa."

"Ich wollte für 2018 einen frischen Start", ergänzt IndyCar-Urgestein und Teambesitzer A.J. Foyt. "Ich denke, die Kombination aus einem erfahrenen Fahrer wie Tony und einem hungrigen Piloten wie Matt wird funktionieren. Ich weiß, dass er eine Menge wird lernen müssen, aber ich denke, dass ihm das schnell gelingen wird. Er wird sich bei den IndyCars gut schlagen."

Für A.J. Foyt Enterprises ist es bereits der zweite komplette Neustart in nur einem Jahr. Nachdem vor zwölf Monaten Jack Hawksworth und Takuma Sato weichen mussten, fliegen nun Carlos Munoz und Conor Daly. Selbst der Aufwärtstrend am Ende der Saison 2017 konnte die Foyts nicht mehr umstimmen. "Mit dem neuen Aerokit hatte ich das Gefühl, dass es der richtige Moment für einen Rookie ist. Es sollte sich ein bisschen mehr wie ein Lights-Auto anfühlen", sagt der siebenmalige USAC-Meister. Sicherlich dürften auch finanzielle Gründe den Ausschlag gegeben haben.

Leist selbst fügt hinzu: "Das ist ein besonderer Moment in meiner Karriere und ich bin so dankbar für all die Dinge, die gerade passieren. Manchmal kann ich es kaum glauben, dass ich für eine Legende wie A.J. Foyt fahren werde. Und Tony Kanaan als Teamkollegen zu haben ist unglaublich, schließlich ist er ein Idol für mich, seit ich ein Kind war. Jeden Tag rede ich mir ein, dass ich keine bessere Entscheidung hätte treffen können als Ende 2016 in die USA zu gehen. Ich habe immer davon geträumt, in der IndyCar-Serie zu fahren, denn sie beinhaltet das wichtigste Rennen der Welt. Ich kann es nicht erwarten, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen."

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