Industrie hofft auf mehr Produktion

·Lesedauer: 1 Min.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die deutsche Industrie hofft trotz Materialmangels auf einen Anstieg der Produktion. Der vom Ifo-Institut erhobene Index der Produktionserwartung stieg im September um 2 auf 29 Punkte und damit einen der höchsten Werte der vergangenen Jahre, wie die Wirtschaftsforscher am Donnerstag mitteilten. "Die Auftragsbücher sind weiterhin voll, nur die Materialengpässe bereiten im Moment Probleme und dämpfen die Produktionspläne etwas", sagte Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen.

Hinzu komme ein Stück weit "das Prinzip Hoffnung", dass die Unternehmen die bestehenden Aufträge abarbeiten können, sagte der Wirtschaftsforscher. Zudem misst der Index, ob Unternehmen eine steigende oder sinkende Produktion erwarten. Rein technisch kann daher auch eine erwartete Verbesserung auf niedrigem Niveau einen hohen Indexwert erzeugen.

Die Werte für zentrale Branchen wie Elektroindustrie, Maschinenbau, Automobilbranche und Chemische Industrie seien "weiterhin hervorragend", heißt es vom Ifo. In der Bekleidungsindustrie stiegen die Erwartungen mit 41 Punkten sogar auf den höchsten jemals gemessenen Wert. Deutlich negative Werte gibt es dagegen nur bei den Herstellern von Leder, Lederwaren und Schuhen.

Der Index der Produktionserwartung beruht auf der Befragung von 2000 Unternehmen, ob sie mit steigender, in etwa gleich bleibender oder abnehmender Produktion rechnen. Der Index ergibt sich aus der Differenz zwischen den Antworten steigend und abnehmend, er wird allerdings noch um saisonale Effekte bereinigt.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.