Indonesischer Vulkan Sinabung spuckt fünf Kilometer hohe Aschewolke

Aschewolke als Fotomotiv

Der seit acht Jahren aktive Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist am Montag erneut ausgebrochen. Nach Angaben der Behörden spuckte er eine fünf Kilometer hohe Aschewolke in die Atmosphäre. Verletzt wurde offenbar niemand, doch bedeckte Vulkanstaub hunderte Häuser außerhalb der Evakuierungszone. Die örtliche Katastrophenschutzbehörde verteilte Atemmasken und rief die Menschen auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Seit einigen Tagen verzeichneten die Behörden eine zunehmende Aktivität des Vulkans. Der Ausbruch am Montag sei aber bisher der massivste seit Jahresbeginn, sagte Indonesiens Chef-Vulkanologe Kasbani. Ihm bereitete vor allem der große Druck im Krater Sorge.

Zwar haben alle Anwohner im Umkreis von sieben Kilometern ihre Häuser verlassen. Doch auch in den Dörfern außerhalb der Sicherheitszone betrug die Sichtweite nicht einmal fünf Meter. "Es herrschte völlige Dunkelheit", sagte ein Katastrophenschutz-Vertreter.

Der Sinabung war 2010 nach 400-jährigem Schlaf erstmals wieder erwacht. Seitdem gibt es immer wieder Eruptionen. Im Jahr 2014 starben dabei 16 Menschen, zwei Jahre später kamen sieben weitere Menschen ums Leben. Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten aufeinander stoßen. Diese sind ständig in Bewegung und lösen so Erdbeben oder Vulkanausbrüche aus. Das Land hat insgesamt 129 aktive Vulkane.