Indonesische Regierung will bei Vulkanausbruch auf Bali Flüge umleiten

Angesichts des erwarteten Vulkanausbruchs auf der Ferieninsel Bali hat die indonesische Regierung Vorkehrungen für die Umleitung von Flügen getroffen

Angesichts des erwarteten Vulkanausbruchs auf der Ferieninsel Bali hat die indonesische Regierung Vorkehrungen für die Umleitung von Flügen getroffen. Wie Verkehrsminister Budi Karya Sumadi am Mittwoch mitteilte, sollen Flugzeuge im Falle des Ausbruchs von Vulkan Agung zu zehn Flughäfen im Land umgeleitet werden oder wieder zu ihrem Abflugort zurückkehren. Die Behörden befürchten, dass der Ausbruch unmittelbar bevorsteht - zuletzt hatten die seismischen Erschütterungen stark zugenommen.

Auch das Auswärtige Amt wies auf seiner Internetseite darauf hin, dass es im Falle des Ausbruchs des Vulkans zu Behinderungen im Flugverkehr und zur Schließung des Flughafens von Denpasar, der Hauptstadt von Bali, kommen könne. Bislang gebe es aber außerhalb der Sperrzone, die in einem Umkreis von bis zu zwölf Kilometern um den Berg eingerichtet wurde, keine Beeinträchtigungen.

Der Agung liegt nur rund 75 Kilometer von den bei Urlaubern beliebten Zielen Kuta und Seminyak entfernt. Mehr als 80.000 Anwohner des Vulkans verließen bis Mittwoch ihre Häuser. Fluggesellschaften beobachteten die Lage, zudem standen 100 Busse bereit, um Touristen in Sicherheit bringen zu können.

Der deutsche Urlauber Christoph Lange sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe bereits gespürt, wie die Erde bebte. Er fühle sich aber "ziemlich sicher", fügte der 30-Jährige hinzu. Und sein Hotel habe ihm wegen des abnehmenden Besucherandrangs ein Zimmer mit Meerblick zur Verfügung gestellt - ohne Aufpreis.