Riccardo Simonetti - Blogger, Model und Inspiration für uns alle

Riccardo Simonetti ist ein Paradiesvogel und stolz darauf. (Bild: Wenn)

Eine Instagram-Story, die inspiriert und Mut macht: Riccardo Simonetti erzählt, was es bedeutet, anders zu sein als alle anderen – und wie großartig es sein kann, sich von Anfeindungen nicht einschüchtern zu lassen und seinen Weg zu gehen.

Er ist Model, Schauspieler, Blogger, Moderator und „Starlet on the rise“ (dt.: aufsteigender Stern), wie er auf Instagram schreibt. Er stammt von Italienern ab und wurde im bayrischen Bad Reichenhall geboren – für einen Paradiesvogel wie ihn nicht unbedingt ein Pflaster, auf dem man sich entfalten kann.

Diese Influencer haben bereits ihre eigene Kollektionen entworfen

Trotzdem ging Simonetti seinen eigenen Weg. Er trug bunte, auffällige Klamotten, moderierte Radiosendungen, schrieb für die Presse und schauspielerte. Leidenschaften, die er sich bis heute bewahrt hat. Aber Simonetti hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, anderen Menschen die Kraft zu geben, sich selbst treu zu sein und zu dem zu stehen, was sie sind.

Riccardo Simonetti wird als Homosexueller oft angefeindet. „Wenn die Leute mich sehen, schreien sie mir oft ‚Schwuchtel’ hinterher“, erzählt er in seiner Instagram-Story. Selbstironisch und lustig fährt er fort: „Ich denke mir dann oft, haben die vielleicht einen Drang in sich, wenn sie etwas sehen, das auszusprechen?“ Dann brüllt er Gegenstände an, die er passiert: „Baum!“, „Auto!“, „Laterne!“.
Simonetti hat offensichtlich kein Problem mit sich selbst. Seine Gesellschaftskritik wird in seinen Texten selten so deutlich wie in der Instagram-Story: „Vielleicht versteht man das nicht, wenn man nicht selbst diese Sorte Mensch ist. Aber lieber lasse ich mich jeden Tag auf der Straße beschimpfen, als mich zu verändern und von dieser Sorte Mensch in Ruhe gelassen zu werden. Das macht nämlich überhaupt keinen Sinn.“

Schaut man die Instagram-Story an, bei der neuere Beiträge vor älteren erscheinen, sieht man Simonetti auch mit seiner italienischen Großmutter herumalbern. So lässt er die fast 80-Jährige im Kleidergeschäft modeln und stellt mit ihr am Strand Szenen aus „Baywatch“ nach – inklusive rotem Bikini, Schwimm-Boje und ikonischer Titelmusik.

Er schließt sein inspirierendes Video mit den Worten: „Man sollte hoch erhobenen Hauptes durch die Straßen gehen. Und wenn die Beleidigungen das sind, was dazugehört, dann ist das ein Preis, den ich sehr gerne zahle. Denn nichts ist besser als das Gefühl, man selbst zu sein.“

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