INDEX-MONITOR: RWE wohl ohne Chance für EuroStoxx - Zwei Wechsel im Stoxx 50

LONDON/PARIS (dpa-AFX) - Im EuroStoxx 50 <EU0009658145> dürfte es laut Index-Experten im September zwei Wechsel geben. Dabei hat aktuellen Daten zufolge der RWE <DE0007037129> als potenzieller Aufsteiger das Nachsehen, denn der IT-Dienstleister Wolters Kluwer <NL0000395903> ist just an dem deutschen Energiekonzern vorbeigezogen.

Zudem bahnen sich auch im währungsgemischten Stoxx Europe 50 <EU0009658160> zwei Veränderungen an, wie Pankaj Gupta, Analyst von JPMorgan, und Yohan Le Jallé, Analyst der SocGen, erwarten.

Beide Experten rechnen nun für Mitte September mit "einer recht sicheren Aufnahme" der Bank Nordea <SE0000427361> in den Eurozonen-Leitindex. Da es mit dem Aufzugsbauer Kone <FI0009013403> und dem Medizintechnikunternehmen Philips <NL0000009538> wohl gleich zwei Absteiger geben dürfte, wird ihnen zufolge außerdem Wolters Kluwer in den EuroStoxx 50 kommen. RWE dagegen dürfte nach einer deutlich unterdurchschnittlichen Kursentwicklung der vergangenen Tage das Nachsehen haben.

In den Stoxx 50 sollten beiden Experten zufolge das französische Luxusmodeunternehmen Hermès <FR0000052292> und der britische Übertragungsnetzbetreiber National Grid <GB00B08SNH34> aufgenommen werden. Absteiger seien der britische Versicherer Prudential <GB0007099541> und die italienische Großbank Intesa Sanpaolo <IT0000072618>.

Die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx Ltd. wird das Ergebnis ihrer jährlichen Index-Überprüfung an diesem Donnerstagabend, 1. September, nach Börsenschluss bekannt geben. In Kraft treten etwaige Änderungen am Montag, 19. September. Basis sind die Schlusskurse vom letzten Handelstag im August.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden (etwa physisch replizierende ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann. Dabei erinnerte Gupta dabei allerdings daran, dass der Stoxx 50 sich diesbezüglich deutlich vom EuroStoxx 50 unterscheidet, denn er wird weit weniger häufig passiv nachgebildet.