Inder gibt sich als Käufer von digitaler Collage zu Rekordpreis zu erkennen

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Digitales Werk "Everdays: The First 5000 Days"

Der indische Multimillionär Vignesh Sundaresan hat sich als Käufer der digitalen Collage "Everydays: The First 5000 Days" zu erkennen gegeben, die in der vergangenen Woche in New York zu einem Rekordpreis versteigert worden war. Er sei der mysteriöse Metakovan, der für das Werk des US-Künstlers Beeple 69,3 Millionen Dollar (58,03 Millionen Euro) gezahlt habe, teilte Sundaresan am Freitag in einem Blog mit.

Er habe damit "den Indern und farbigen Menschen zeigen wollen, dass farbige Menschen auch Mäzene sein können", schrieb Sudaresan. Er schilderte in dem Blog auch, wie er vom einfachen Student der Ingenieurwissenschaften durch Kryptowährungen zu seinem Reichtum gekommen sei.

Das Ergebnis der Christie's-Auktion hatte in der Kunstwelt für großes Aufsehen gesorgt. Beeple, mit bürgerlichem Namen Mike Winkelmann, hatte im Mai 2007 begonnen, jeden Tag ein digitales Bild anzufertigen. In der Collage "Everydays: The First 5000 Days" sind die ersten 5000 dieser Werke zusammengefasst. Der 39-jährige Grafikdesigner aus Charleston im US-Bundesstaat South Carolina ist zu einem Pionier der virtuellen Kunst und im Internet zu einem Superstar geworden.

Sein Werk ist nun das teuerste sogenannte Non-Fungible Token (NFT) der Geschichte, also ein virtuelles Gut, das einmalig und nicht austauschbar ist. Das System ist vergleichbar mit dem von Kryptowährungen wie dem Bitcoin, bei denen ein digitales Gut über die Blockchain-Technologie einen realen Wert erhält. Im Gegensatz zu Kryptowährungen ist ein Non-Fungible Token aber einzigartig und gewissermaßen ein virtuelles Sammlerstück. Um NFTs ist zuletzt ein wahrer Hype ausgebrochen.

Vor einem halben Jahr waren solche Kunstwerke noch weitgehend unbekannt. Außer Beeple haben es bislang nur der britische Maler David Hockney und der bildende Künstler Jeff Koons geschafft, ihre Werke zu Lebzeiten zu derartig hohen Preisen zu verkaufen.

yb/jes