Nach Davis-Cup-Aus: Krawietz zieht Vergleich mit Fußball

Das deutsche Tennis-Team hat den erneuten Halbfinaleinzug beim traditionsreichen Davis Cup verpasst.

Die ohne Topspieler Alexander Zverev angetretene Mannschaft von Bundestrainer Michael Kohlmann unterlag trotz beherzter Auftritte in Malaga Mitfavorit Kanada mit 1:2. Das entscheidende Duell verloren Kevin Krawietz/Tim Pütz gegen Vasek Pospisil/Denis Shapovalov mit 6:2, 3:6, 3:6. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

Krawietz verglich nach dem verlorenen Doppel die Leistung seines Teams mit der der DFB-Elf bei der WM-Niederlage gegen Japan. „Das war schon so ähnlich wie bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, die auch 60 Minuten unglaublich gespielt haben - aber das reicht dann am Ende nicht“, sagt er.

Letzter deutscher Triumph im Davis-Cup 1993

Im Vorjahr hatte die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) die Runde der letzten Vier erreicht und dann gegen den späteren Sieger Russland verloren. Der letzte deutsche Triumph im Davis Cup gelang 1993 in Düsseldorf.

Mit der Niederlage riss auch die starke deutsche Serie nach 15 Doppelerfolgen hintereinander in dem Wettbewerb.

Zuvor hatte Jan-Lennard Struff (Warstein) mit einem 6:3, 4:6, 7:6 (7:2)-Erfolg gegen Shapovalov das Tor zum Semifinale aufgestoßen, Oscar Otte (Köln) musste sich dem Weltranglistensechsten Felix Auger-Aliassime 6:7 (1:7), 4:6 geschlagen geben. Kanada spielt nun am Samstag gegen Italien um den Finaleinzug. Das zweite Halbfinale bestreiten Australien und Kroatien.

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mit Sportinformationsdienst