Immobilien-Studie: In diesen drei deutschen Großstädten sinken die Mieten

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Berlin: Der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter liegt 2021 bei 15,24 Euro. Vor zehn Jahren betrug der Quadratmeterpreis noch 8,36 Euro. Damit hat sich der Preis pro Quadratmeter in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Zu viel, findet der Mieterbund. Die Belastung sei zu hoch. Doch scheinbar gibt es eine Entwarnung. Eine neue Studie ergab, dass sich der Wohnungsmarkt in einigen Großstädten beruhigt, wenn auch nur vorerst. Das berichtete das "Handelsblatt".

Das Immobilienportal „Immowelt“ veröffentlichte Zahlen zu den Mietpreisen einiger deutscher Städte. Diese zeigten: Die Mieten sind im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich vor Vorquartal stabil geblieben – zumindest in den meisten Städten. In einigen Großstädten konnte sogar ein Rückgang der Mietpreise festgestellt werden.

Während im Vorjahr die Mieten noch in acht von 14 deutschen Städten stiegen, verteuerten sie sich dieses Jahr in nur fünf Städten, heißt es in der Studie. Für die Analyse wurden die angebotenen Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (80 Quadratmeter, drei Zimmer, zweiter Stock) im dritten Quartal 2021 mit dem Vorquartal verglichen.

In sechs von 14 Städten stagnieren die Mieten

In sechs der 14 Städte stagnierten die Mieten zuletzt. In drei weiteren Großstädten sind die Preise sogar leicht gesunken. Dazu zählen überraschenderweise vier der teuersten Gebiete Deutschlands: München, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt. In der teuersten Stadt München beispielsweise stagnieren laut Immowelt die Mieten das zweite Quartal in Folge. Derzeit beträgt der Preis pro Quadratmeter dort 16,50 Euro für eine Bestandswohnung. In Hamburg stagnieren die Preise ebenfalls.

Während sich die Mietpreise in einigen Städten zu beruhigen scheinen, steigen sie in Berlin weiter an. Im dritten Quartal sind die Angebotsmieten um insgesamt zwei Prozent gestiegen. Bei einem Volksentscheid Ende September, am Tag der Bundestagswahl, sprach sich die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner für die Initative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ und damit für die Enteignung großer Wohnungskonzerne aus. Auch Köln und Düsseldorf weisen neben Berlin weiterhin Preisanstiege auf. Dort sind die Mieten ebenfalls um zwei Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen.

Anders sieht es in Gebieten um Sachsen und das Ruhrgebiet aus. Hier gab es kaum Preisveränderungen. In Leipzig stiegen die Mieten minimal, in Dresden stagnierten sie und in Dortmund sanken sie um ein Prozent. Damit zählt Dortmund mit Frankfurt und Stuttgart zu den drei Städten Deutschlands, in denen die Mietpreise leicht sinken.

Die Immowelt-Studie zeigt: Allmählich macht sich ein Trend der Preisstabilisierung in deutschen Großstädten breit, wenn auch weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Wohnungen bestehen. So können Vermieterinnen und Vermieter weiterhin deutlich mehr für Neubauwohnungen verlangen. Andererseits sei die Ausstattung und Energiegewinnung dort häufig auch deutlich effizienter. Wie sich der Trend weiter entwickelt, wird sich in den kommenden Jahren noch zeigen. Die Immowelt-Studie dürfte mit ihren Daten aber vorerst einige Mieterinnen und Mieter aufatmen lassen.

jk

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