Immobilien bei Berlin: Durch den Berlin-Sog steigen die Preise sogar in Eberswalde

Ein Oberleitungsbus in Eberswalde

Das Wohnen ist im Berliner Umland weiter deutlich preiswerter als in Berlin. Das geht aus einer Befragung der 210 Unternehmen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hervor. Im vergangenen Jahr lag die Durchschnittsmiete im Speckgürtel bei 5,38 Euro je Quadratmeter. Das entspricht 1,01 Euro weniger, als Berliner laut dem aktuellen Mietspiegel zahlen. In den äußeren Regionen Brandenburgs lag die Durchschnittsmiete mit 4,69 Euro noch deutlich darunter.

Nach Erkenntnissen des BBU gibt es in Brandenburg aber große Unterschiede. "Die Entwicklung kann auf engstem Raum sehr unterschiedlich verlaufen", sagte BBU-Vorsitzende Maren Kern am Dienstag. Während die Leerstandsquote in Cottbus bei 6,8 Prozent lag, stand im nahen Forst jede dritte Wohnung leer. Der BBU fordert deshalb flexible Förderprogramme, um den Stadtumbau in den östlichen Bundesländern weiter voranzutreiben. "Wachstum und Schrumpfung liegen eng beieinander", sagte Kern.

Nicht nur die Städte in unmittelbarer Nähe zu Berlin verzeichnen einen Zuzug, inzwischen ist der Metropoleneffekt auch in weiter entfernten Städten wie Eberswalde, Fürstenwalde oder Brandenburg an der Havel zu verzeichnen.

Immer mehr Menschen entscheiden sich demnach dafür, der Stadt den Rücken zu kehren und ins Umland zu ziehen. Erstmals war die Zahl derjenigen, die aus Berlin nach Brandenburg zogen, höher als die derjenigen, die aus Brandenburg in die Bundeshauptstadt wechselten.

60.000 Wohungen wurden in den letzten Jahren abgeris...

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