Immer Hertha: So könnte der Fußball die Welt retten

Neymar verdient ab sofort in Paris 30 Millionen Euro netto pro Jahr. Ein Prozent davon wären 300.000 Euro für wohltätige Zwecke

Solch monströse Summen sind obszön. Aber Jürgen Griesbeck musste dennoch lächeln, als er sie las. Es war das Lächeln eines Träumers, und die braucht es ja in diesen Zeiten. 222 Millionen Euro Ablöse für den brasilianischen Fußballer Neymar vom FC Barcelona. 30 Millionen Euro pro Jahr netto soll er bei Paris St. Germain verdienen. Man kann das als größten Auswuchs einer entrückten Branche bezeichnen. Griesbeck aber dachte: "Wie würde die Öffentlichkeit reagieren, wenn sie wüsste, dass durch den Wechsel 2000 Kinder in Indien den Schulabschluss machen könnten?"

Der Transfer von Neymar hat jenen 2000 Kindern nicht die Schulbildung finanziert. Er gehört noch in die alte Zeit, in der sich der Fußball oft selbst genügt. Die neue Zeit, das ist eine, wie sie sich Griesbeck vorstellt. Der 52-Jährige ist Sozialunternehmer. Mit seiner 2002 gegründeten und in Berlin beheimateten Initiative "Streetfootballworld" hat Griesbeck nicht weniger vor, als die Welt zu retten. Zumindest ein bisschen. Wenn irgendwo auf dem Globus ein Hilfsprojekt anläuft, bei dem der Fußball verwendet wird, um Jugendliche zu erreichen, ist das Berliner Unternehmen meist dabei.

Ein Prozent der Gewinne für wohltätige Zwecke

Die neueste Idee ist simpel und größenwahnsinnig, aber deshalb gut. Sie heißt "Common Goal" und sie geht so: Wie wäre es, wenn ein Prozent der in der Fußballindustrie jährlich erwirtschafteten Gewinne für wohltätige Zwecke gespendet würden? Wie wäre es, wenn jeder Profi ein Prozent seines Gehalts dafü...

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