Immer Hertha: Kein Herz für Schwalben

Peinliche Szene: Hamburgs Papadopoulos

Lieben muss man ihn nicht. Tatsächlich fällt es momentan sogar deutlich leichter, ihn ziemlich Banane zu finden, diesen neuen Videoschiedsrichter, der von der Deutschen Fußball Liga ja als gerechtigkeitsbringende Innovation angepriesen wird, bislang aber wahlweise gar nicht, unvollständig oder fehlerhaft funktioniert. Dass in TV-Talks, Kneipen und Kantinen deshalb mehr über die mangelhafte Technik debattiert wird als über das wieder mal enttäuschende Lieblingsteam, scheint da fast zwangsläufig. Doch zumindest in einem Fall habe ich das neue "Fairness-Instrument" gefeiert wie einen Derbysieg: als ­Hamburgs Kyriakos Papadopoulos mit seinem Täuschungsversuch aufflog.

Haben Sie die Situation am zweiten Spieltag gesehen? Nach einer leichten Berührung eines Kölner Gegenspielers vergewisserte sich der HSV-Kapitän noch kurz, ob der Schiedsrichter nicht zu viel von dieser Szene gesehen hatte, fasste sich alsbald theatralisch an die Brust und sank dann schreiend zu Boden. Zwei mit schmerzverzerrtem Gesicht dargebotene Rollen auf dem Rasen bildeten den abschließenden Tiefpunkt dieses unsäglichen Laienschauspiels, das nur einen Zweck hatte: eine Rote Karte gegen den Gegner zu provozieren. Ein niederträchtiger Versuch, für den Papadopoulos eigentlich ... ja, da fielen einem so einige Strafen ein.

Das Gute: Schiedsrichter Sören Storks konnte auf die Hilfe seines Videoschiedsrichters bauen, der glücklicherweise mal nicht mit Pannen zu kämpfen hatte. Die Geschichte mit der Roten Karte war desh...

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