Immer Hertha: Fans finden: "Hertha interessiert sich nicht für Fußball"

Blick ins Olympiastadion

Hertha nutze ihre Chance nicht, sagten sie – womöglich erkenne sie nicht mal die besondere Gelegenheit. Weniger als Vorwurf war das gemeint, eher als nüchterne Feststellung, aber ein bisschen enttäuscht schienen die mitgereisten Fans dann doch im Trainingslager des Berliner Fußball-Bundesligisten in Schladming. Irgendwann im Laufe dieser Woche fasste ein Tribünengast die bittere Erkenntnis schonungslos in Worte. "Für Fußball", sagte er, "interessiert sich Hertha gar nicht mehr."

Dabei gibt sich Hertha ja alle Mühe, um zumindest den Anschein der Fußball-Leidenschaft zu wahren. Für alle sichtbar brezelt sie sich Tag für Tag auf, spielt in der Außendarstellung mit den Vereinsfarben und der Klub-Tradition. Gelegentlich trägt sie sogar ein Retro-Jersey, das maximale Authentizität vorgaukelt, doch wenn es darauf ankommt, schaut Hertha, diese süße Terrier-Dame, nicht mal hin. Statt die Fußballer bei ihren Trainingseinheiten zu beobachten oder gar mit ihnen auf Tuchfühlung zu gehen, lümmelt der vierbeinige Pseudo-Fan desinteressiert unter den Sitzbänken und erkundet mit der Nase das Umfeld. Ganz anders als ihr Herrchen (stets mit stilechtem Hundehalsband in Vereins-Optik in der Hand), interessiert sich Hertha nicht die Bohne für die Kalous, Ibisevics und Weisers. Es ist ein Jammer.

Das allgemeine Interesse für Hertha hält sich in Schladming in Grenzen

Zur Ehrrettung der kleinen Fellnase muss man allerdings festhalten: Gemessen am Hertha-Interesse in Schladming entspricht sie ziemlich ge...

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