Im Wahlkampf: Trumps Firma soll Tower in Moskau geplant haben

Donald Trump hat geschäftliche Beziehungen zu Russland stets bestritten. (Bild: AFP/JIM WATSON)

Wirtschaftliche Verbindungen zu Russland hat Donald Trump stets dementiert, doch ein Artikel der “Washington Post” kommt zu einem anderen Schluss. Demnach plante die Firma des amerikanischen Staatsoberhaupts einen Immobiliendeal in Moskau, als Trump sich schon um die Präsidentschaft bewarb.

Er habe “null Beteiligungen in Russland”, hatte Donald Trump im Juli 2016 via Twitter verkündet und kurz darauf bei einer Pressekonferenz noch einmal betont, mit Russland nichts zu tun zu haben. So richtig geglaubt haben das wenige. Jetzt legt ein Artikel in der “Washington Post” offen, dass Trumps Firma sehr wohl an Geschäften mit Russland interessiert war.

Trumps Firma soll sich für einen Immobiliendeal in Moskau interessiert haben
Demnach gab es ab Ende 2015 bis Anfang 2016 konkrete Pläne, in Moskau einen Trump Tower zu bauen. Zu einer Zeit, als Trump zwar noch kein offizieller Kandidat der Republikaner war, aber bereits für die Präsidentschaftswahl kandidierte. Dem Bericht zufolge soll ein in Russland geborener Bauunternehmer namens Felix Sater Trump eine E-Mail geschrieben und ihn darin gebeten haben, nach Moskau zu reisen und das Unterfangen voranzutreiben. Seinen Einfluss auf den russischen Präsidenten umschrieb er mit den Worten, er könne Wladimir Putin dazu bringen, “großartige Dinge” über Trump zu sagen.

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Zu der Reise sei es nie gekommen, berichtet die Zeitung weiter, Ende Januar sei das Projekt dann beerdigt worden. Bisher hat weder der Präsident noch seine Firma den Berichtet der “Washington Post” kommentiert, dessen Einzelheiten das Blatt jetzt einer Reihe von Ermittlern zugänglich machen will. Immerhin untersuchen derzeit mehrere Kongress-Ausschüsse und eine Grand Jury den Einfluss, den die russische Regierung möglicherweise auf die Präsidentschaftswahl genommen hat.

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