Im Vergleich zu 2014: Merkel stürzt bei Umfrage zum neuen Kabinetts ab

Merkel verliert 18 Prozent an Zustimmung zu ihrer Besetzung als Kanzlerin. Horst Seehofer hält eine Mehrheit der Deutschen für keine gute Besetzung als Innenminister, bei Olaf Scholz ist es ein knappes Viertel. (Bild: AP Photo)

Angela Merkel verliert 18 Prozentpunkte an Zustimmung in ihrer Rolle als deutsche Bundeskanzlerin, bleibt aber auf Platz 1 bei der Bewertung des neuen Bundeskabinetts.

Angela Merkel fährt nach wie vor die besten Ergebnisse ein, wenn Deutsche gebeten werden, ihre Regierungsmitglieder zu bewerten. Laut einer Umfrage des ARD-DeutschlandTrends halten 57 Prozent der Befragten Merkel immer noch für eine gute Besetzung als Bundeskanzlerin. Vor vier Jahren, zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode, waren es allerdings noch 75 Prozent. Aktuell halten 40 Prozent der Umfrageteilnehmer Merkel für keine gute Besetzung.

Ebenfalls wurde nach der Meinung zu den wichtigsten Kabinettsmitgliedern gefragt. Bei drei Ministern der neuen Bundesregierung überwiegen die negativen Stimmen: Sowohl Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als auch Innenminister Horst Seehofer und Gesundheitsminister Jens Spahn halten im Verhältnis mehr Deutsche für keine gute Besetzung ihrer Ämter. Seehofer und Spahn hatten zuletzt mit umstrittenen Äußerungen zum Islam und zur Armut von Hartz-IV-Empfängern für Furore gesorgt. Über Verkehrsminister Andreas Scheuer und Arbeitsminister Hubertus Heil scheinen sich viele Deutsche noch keine Meinung gebildet zu haben.

Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

Peter Altmaier (Wirtschaftsminister, CDU)
Gute Besetzung: 55 Prozent
Keine gute Besetzung: 22 Prozent

Olaf Scholz (Finanzminister, SPD)
Gute Besetzung: 49 Prozent
Keine gute Besetzung: 27 Prozent

Heiko Maas (Außenminister, SPD)
Gute Besetzung: 43 Prozent
Keine gute Besetzung: 29 Prozent

Andreas Scheuer (Verkehrsminister, CSU)
Gute Besetzung: 26 Prozent
Keine gute Besetzung: 23 Prozent

Hubertus Heil (Arbeitsminister, SPD)
Gute Besetzung: 25 Prozent
Keine gute Besetzung: 18 Prozent

Ursula von der Leyen (Verteidigungsministerin, CDU)
Gute Besetzung: 40 Prozent
Keine gute Besetzung: 54 Prozent

Horst Seehofer (Innenminister, CSU)
Gute Besetzung: 39 Prozent
Keine gute Besetzung: 51 Prozent

Jens Spahn (Gesundheitsminister, CDU)
Gute Besetzung: 26 Prozent
Keine gute Besetzung: 38 Prozent

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 33 Prozent die Union wählen. Das ist ein Prozent weniger als noch vor einem Monat. 18 Prozent würden der SPD ihre Stimme geben und neun Prozent der FDP. Für beide Parteien ist das derselbe Wert wie noch zu Beginn des Monats März. Die Linke und die Grünen konnten um jeweils ein Prozent zulegen und kämen damit auf 10 beziehungsweise 12 Prozent. Die AfD verliert einen Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Befragung und liegt nun bei 14 Prozent.