Illumina-Zahlen: Böse Überraschung?

Michel Doepke
1 / 2
Bayer-Partner Loxo Oncology: Das passt

Heute nach US-Börsenschluss wird Illumina die Zahlen zum zweiten Quartal 2018 veröffentlichen. Aufgrund der hohen Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 53 für 2019 darf sich das Unternehmen keinen Fauxpas erlauben. DER AKTIONÄR zeigt auf, was die Analysten erwarten und wie sich Anleger beim Sequenzierungsspezialisten verhalten sollten.

Déjà-vu?

Im Oktober 2016 schockte Illumina mit einer Umsatzwarnung für das dritte Quartal. Die Folge: Ein Kurseinbruch von satten 25 Prozent. Ausgehend vom Tief konnte sich die Aktie bis heute mehr als verdoppeln. Doch die Bewertung und die eingepreisten Vorschusslorbeeren sind hoch. Für das zweite Quartal rechnen Analysten im Schnitt mit einem Ergebnis von 1,11 Dollar je Aktie sowie einem Umsatz von 787 Millionen Dollar. 

Beim Ausblick beläuft sich die Konsensschätzung auf 799 Millionen Dollar für das dritte Quartal und einem Jahresergebnis von 4,87 Dollar im Durchschnitt pro Papier. Von den 20 Experten, die sich regelmäßig mit Illumina beschäftigen, raten derzeit 14 zum Kauf der Aktien. Fünf Analysten stufen die Papiere mit Halten ein, einer empfiehlt den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 293,93 Dollar deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Interessant: Bei den letzten zwölf Veröffentlichungen von Quartalsberichten ist die Aktie sieben Mal gefallen, nur fünf Mal konnte die Illumina-Aktie im Anschluss Kursgewinne verbuchen.

Teilgewinne sichern

Nach der enorm starken Performance in den letzten Wochen ist die Zeit reif für einen Rücksetzer bei der Illumina-Aktie. Investierte Anleger nutzen das aktuelle Kursniveau und verkaufen einen Großteil ihrer Position. Der Rest sollte mit einem Stopp bei 200,00 Euro abgesichert werden. Langfristig dürfte die NovaSeq-Technologie und der Newsflow rund um GRAIL den Papieren weiteren Auftrieb verleihen können.