Illgner widerspricht Kroos' Medienschelte

Bodo Illgner ist in Sachen Medienkritik nicht bei den deutschen Nationalspielern

Der frühere Weltmeister-Torwart Bodo Illgner hat der Medienschelte der deutschen Nationalspieler widersprochen. 

"Das Missverständnis in einer Mannschaft ist, dass man die Reporter manchmal für Freunde hält - und dann ist man überrascht, wenn von diesen Leuten Kritik kommt", sagte der frühere DFB-Keeper im CHECK24 Doppelpass.

Illgner kritisierte Spieler wie Toni Kroos oder Joshua Kimmich für ihr Verständnis von medialer Arbeit. Sie würden "glauben, Journalisten und Experten müssten immer nur loben und alles unterstützen". 

Deutsches Aus? "Viele Leute hätte es gefreut"

Deutschlands Siegtorschütze hatte nach dem 2:1 gegen Schweden die Berichterstattung der vergangenen Tage heftig kritisiert. 

"Man hatte sogar das Gefühl, relativ viele Leute in Deutschland hätte es gefreut, wenn wir heute rausgegangen wären", hatte Kroos gesagt. 


Kimmich pflichtete ihm bei. "Wir repräsentieren unser ganzes Land. Wenn man das so in der Presse verfolgt, ist das schon heftig, was da abgeht. Wie das angeheizt wird. Wenn wir dieses große Ziel erreichen wollen, müssen wir an einem Strang ziehen", sagte er nach dem ersten WM-Erfolg des DFB-Teams.

Plädoyer für Kritik: "Dafür sind wir da"

Der frühere Nationalspieler Steffen Freund widersprach dieser Auffassung entschieden.

"Wir können uns doch als Weltmeister nicht mit einem Spiel wie gegen Mexiko zufrieden geben. Auch die erste Halbzeit gegen Schweden war schwach", sagte er im CHECK24 Doppelpass.

Freund plädierte für eine deutliche Trennung von Fans, Medien und Experten. "Dafür sind wir doch da, das klar anzusprechen", sagte er.