IHK: Veraltete Computer in Ämtern schaden der Berliner Wirtschaft

Beatrice Kramm und an Eder

Der Wirtschaftsboom in Berlin ist ungebrochen. Die Spitzen der Industrie- und Handelskammer (IHK), Präsidentin Beatrice Kramm und Hauptgeschäftsführer Jan Eder, gehen nicht davon aus, dass der Aufschwung in der Hauptstadt in absehbarer Zeit endet. Seit 2005 sei die Wirtschaft in Berlin um 48 Prozent gewachsen, im Bundesdurchschnitt nur um 36 Prozent. In zehn Jahren seien 380.000 zusätzliche Jobs in Berlin entstanden. Die "Delle" komme nicht so schnell, sind beide überzeugt.

Was die Arbeit des rot-rot-grünen Senats und der Berliner Verwaltung angeht, sehen die Wirtschaftsvertreter aber durchaus noch Luft nach oben. Vor allem bei der Rekrutierung des dringend benötigten Personals hake es und bei der damit eng zusammenhängenden Modernisierung der Behörden. "Die Digitalisierung der Verwaltung schreitet zu langsam voran", sagte IHK-Präsidentin Kramm. "Für die Wirtschaft der Stadt ist das eine Katastrophe." Als Grund für diese Probleme hat die Kammer auch die schlechte Hardware-Ausstattung vieler Ämter identifiziert. Vielerorts laufe auf den uralten Verwaltungsrechnern noch das Programm Windows 95.

Um Abhilfe zu schaffen, ist die Kammer gemeinsam mit der Stiftung Zukunft dabei, einen neuen Anlauf für Reformvorschläge zu machen. Im Mai 2016 hatte eine Arbeitsgruppe aus externen Verwaltungsexperten, Abgeordneten, Bezirksbürgermeistern und Staatssekretären einige Vorschläge präsentiert. Im Vordergrund stand die bessere Aufteilung von Aufgaben zwischen Senat und Bezirken sowie eine stärk...

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