IG Metall: Ombudsstelle für Crowdworker eingerichtet

Die Gewerkschaft IG Metall hat gemeinsam mit dem Deutschen Crowdsourcing-Verband und acht Crowdworking-Plattformen eine Ombudsstelle eingerichtet. Ziel sei es, Streitigkeiten zwischen Crowdworkern, Auftraggebern und Plattformen außergerichtlich zu klären, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Die Ombudsstelle soll außerdem die Einhaltung einer freiwilligen Selbstverpflichtung überwachen, mit der sich die Plattformen auf Mindeststandards für einen fairen Umgang mit Crowdworkern verständigt haben.

Crowdworker können sich bei Problemen mit den Plattformen, etwa wegen der Bezahlung oder den Arbeitsabläufen, online und gegebenenfalls anonym an die Ombudsstelle wenden. So soll gesichert werden, dass arbeitsrechtliche Mindeststandards auch für Crowdworker gelten. "Wir sind davon überzeugt, dass gute Arbeit auf digitalen Plattformen möglich ist", erklärte IG-Metall-Vizechefin Christiane Benner. Die Ombudsstelle sei ein weiterer Schritt dazu.

Beim Crowdworking werden Arbeitsaufträge im Internet angeboten und vollständig über das Netz abgewickelt. Jede Arbeit, die am Computer erledigt werden kann, kommt dafür in Frage. Bei den an der Ombudsstelle beteiligten Plattformen sind laut IG Metall rund zwei Millionen Menschen registriert.