IG Metall fordert Arbeitgeber zu Solidarität mit Beschäftigten in Corona-Krise auf

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat die Arbeitgeber anlässlich des Tags der Arbeit aufgerufen, in der Corona-Krise Beschäftigung zu sichern. "Unternehmen, die mit öffentlichen Mitteln gestützt werden, dürfen nicht entlassen", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgabe). "Die Krise lässt sich nur zusammen mit den Beschäftigten überwinden und mit Investitionen in die Zukunft."

Jetzt müsse sich die Sozialpartnerschaft bewähren, sagte Hofmann. "Die Arbeitgeber müssen verantwortungsvoll handeln", forderte er. Mehr als zehn Millionen Kurzarbeiter und 2,6 Millionen Arbeitslose zeigten, wie fest die Krise die Gesellschaft im Griff habe. Viele Beschäftigte sorgten sich um ihre Zukunft und die ihrer Familien, sagte der Gewerkschaftschef. "Jetzt kommt es darauf an, solidarisch zu sein und Beschäftigung zu sichern", sagte er.

Wegen der Corona-Krise ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), zu dem auch die IG Metall gehört, zum ersten Mal seit seiner Gründung 1949 dazu auf, den Tag der Arbeit digital zu begehen. Anstelle der üblichen Demonstrationen auf den Straßen planen die Gewerkschafter ab 11.00 Uhr am Freitag eine mehrstündige Livesendung.