IG Metall attackiert Konzerne wegen geplanten Stellenabbaus

Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, Jörg Hofmann, hat scharfe Kritik am geplanten Stellenabbau einzelner Industriekonzerne geübt. Nach Siemens, ThyssenKrupp und PSA/Opel sei General Electric "der vierte große Konzern, der innerhalb kurzer Zeit trotz Milliardengewinnen massiven Stellenabbau in Deutschland ankündigt", sagte Hofmann der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe). Dies sei Gewinnstreben auf Kosten der Arbeitnehmer.

"Um kurzfristigen Applaus von der Börse zu bekommen", würden "die Existenzen tausender Beschäftigter grob fahrlässig aufs Spiel gesetzt", kritisierte Hofmann. Damit werde das "äußerst erfolgreiche deutsche Modell", das von einem sozialen Kompromiss getragen werde, einseitig aufgekündigt. Dies werde die IG Metall nicht akzeptieren, sagte Hofmann.

Mitte November hatte Siemens die geplante Streichung von rund 3300 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt. General Electric gab diese Woche den Abbau von 1600 Stellen hierzulande bekannt. Bei ThyssenKrupp sind im Zuge des angestrebten Zusammenschlusses der Stahlsparte mit Tata Steel rund 2000 Stellen gefährdet. Bei Opel könnte die Integration in den neuen Mutterkonzern PSA weitere Arbeitsplätze kosten.