IG BAU setzt Agenda als Bedingung für weitere Tarifgespräche

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) will die unterbrochenen Tarifverhandlungen für das deutsche Bauhauptgewerbe nur mit einer bestimmten Tagesordnung fortsetzen. Die Arbeitgeber müssten sich vorab bereit erklären, ganz konkret über die Themen Tariferhöhung, Ost-West-Angleich, Wegezeitentschädigung, Mindestlohnstruktur, Mindesturlaubsvergütung und Erschwerniszuschläge zu sprechen, verlangte die Gewerkschaft am Mittwoch in Frankfurt. Anderenfalls werde man die Schlichtung anrufen und am Schluss zum Arbeitskampf aufrufen, erklärten Verhandlungsführer Carsten Burckhardt und IG-BAU-Chef Robert Feiger nach einer Sitzung der Tarifkommission.

Die Arbeitgeber hatten am Montag in Mainz den Abbruch damit begründet, dass die Gewerkschaft immer wieder auf Themen beharrt habe, die bereits in moderierten Spitzengesprächen unter dem Schlichter Rainer Schlegel erörtert worden seien. Ein entsprechendes Abschlusspapier liege vor. Die IG-BAU-Spitze sieht das anders: "Wir unterscheiden nicht, ob dies nun Themen sind, die in Spitzengesprächen waren, Rahmentarife tangieren oder dergleichen mehr. Wir wissen hingegen, welche Themen den Bauarbeiterinnen und Bauarbeitern auf den Nägeln brennen. Und darüber wollen wir ernsthaft verhandeln."

Die Gewerkschaft fordert in der trotz Corona boomenden Branche mit rund 890 000 Beschäftigten neben dem Wegegeld 5,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeberseite hatte in der ersten Runde ein erstes Angebot zum Gehalt vorgelegt.

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