IG BAU erhöht vor zweiter Schlichtungsrunde im Tarifstreit Druck auf Arbeitgeber

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Baustelle in München (AFP/Christof STACHE)

Vor dem Beginn der zweiten Schlichtungsrunde im Tarifkonflikt im Baugewerbe hat die Gewerkschaft IG BAU den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Gewerkschaftschef Robert Feiger sprach am Dienstag von der "wirklich allerletzten Chance" für die Bauarbeitgeber, sich auf dem Verhandlungsweg auf einen neuen Tarifvertrag zu einigen. "Wenn es jetzt nicht zu einem vernünftigen Abschluss kommt, ist Arbeitskampf angesagt."

Der erste Schlichtungsversuch für das Bauhauptgewerbe mit seinen 890.000 Beschäftigten war vergangene Woche Donnerstag unterbrochen worden. Beide Seiten sprachen von den schwierigsten Tarifverhandlungen im Baugewerbe "seit Jahren". Knackpunkt ist die Regelung einer generellen Entschädigung für die teils langen Fahrzeiten zu den Baustellen.

Die Schlichtung soll am Mittwoch fortgesetzt werden. Als Schlichter fungiert der Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel. Auf Arbeitgeberseite verhandeln der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie.

Die IG BAU fordert für die Beschäftigten neben der Entschädigung für die Arbeitswege eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent und einen Lohnangleich zwischen Ost und West. "Die Baubranche boomt ohne Ende", erklärte Feiger. "Diese Fakten kann man nicht einfach ausblenden, da müssen die Beschäftigten schon eine entsprechende Wertschätzung erfahren."

hcy/ilo

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